Renaissance des Ostfußballs

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Mit dem Abstieg von Erzgebirge Aue aus der 2.Bundesliga und dem Aufstieg des 1.FC Magdeburg aus der Regionalliga Nordost  besitzen  acht Ostvereine einen 3.Liga-Startplatz für die Saison 2015/2016. Damit bietet der Osten die größte Fraktion an Vereinen in der kommenden Spielzeit. Ist das die Wiederkehr des Profifußballs in den Osten? 

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Magdeburg- „Die (k)östlichste 3.Liga aller Zeiten!“. So oder so ähnlich könnte der Werbeslogan für die kommende Saison in der 3. Liga aussehen. Während Hansa Rostock, Dynamo Dresden, Rot-Weiß Erfurt, der Chemnitzer FC, Energie Cottbus und der Hallescher FC den Klassenerhalt in der abgelaufenen Spielzeit perfekt machten, vervollständigen Absteiger Erzgebirge Aue und Aufsteiger 1.FC Magdeburg die Ostvereine in dieser Liga. Die DDR-Oberliga erlebt ihre Renaissance.

Volle Stadien-Tolle Spiele

Vor allem die Fans dürfen sich auf die kommende Saison freuen. Mit ihrer Tradition und der ausgeprägten Fankultur dienen die jeweiligen Vereine als wahre Publikumsmagneten. Während die Großväter damals noch Heinz Krüger oder Wolfgang Seguin zujubelten, wollen die Enkel heute doch lieber ein Trikot von Christian Beck oder eine Autogrammkarte von Matthias Tischer. Dennoch können sich beide Generationen auf tolle Spiele in ausverkauften Stadien freuen. Die große Tradition der Mannschaften bringt allerdings nicht nur Vorteile. Leider muss auch mit Krawallen und Auseinandersetzungen bei den Partien gerechnet werden. Aufgrund der großen Rivalitäten der Vereine müssen einige Partien wohl als hochgefährlich eingestuft werden.

Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen

Insolvenz, fehlende Infrastruktur, Lizenz: Auch diese Themen standen auf der Agenda der oben genannten Klubs. Mit dem Aufstieg in die dritte() Liga kann der 1.FCM seine wirtschaftliche Lage weiter stabilisieren. Alleine die Erhöhung der Fernsehgelder von 10.000 Euro auf 800.000 Euro zur kommenden Saison hilft dem Klub enorm.

Doch das alleine reicht nicht aus, um in der dritten Liga zu bestehen. So qualifizierte sich Hansa Rostock zwar in der abgelaufenen Spielzeit sportlich für eine weitere Saison, rettete sich aber erst vor einigen Wochen vor der Insolvenz mit einem neuen Finanzkonzept. Die Mitglieder des Vereins stimmten mehrheitlich für eine Ausgliederung der Profiabteilung zum Jahresende. Mit diesem Schritt möchte Hansa Rostock die finanzielle Talfahrt stoppen und sich dauerhaft oberhalb der dritten Liga etablieren. Obwohl damit auch ein Einstieg eines Investors einhergeht, möchte der Verein die Marke FC Hansa und das Stadion behalten.

Auch andere Klubs mussten bis zum Ende auf die DFB-Lizenz für die kommende Saison warten. Energie Cottbus, Erzgebirge Aue und der 1.FC Magdeburg wissen erst seit dem 03.06.15 endgültig, dass sie 2015/16 in der 3. Liga spielen dürfen. Fest steht: die Entwicklung des Profifußballs im Osten geht weiter voran und zeigt, dass es auch ohne einen großen Getränkehersteller im Rücken sportlichen Erfolg geben kann.

elbsport.com / Nicolas Stange

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