Ausfälle machen FCM zu schaffen

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Der 1. FC Magdeburg kassiert nach dem überragenden Saisonstart zwei Niederlagen. Auf das 1:2 gegen Fortuna Köln folgt ein 0:1 gegen die Stuttgarter Kickers. Der Hauptgrund für die Schwächephase: die unglaublich lange Ausfallliste der Magdeburger.

Magdeburg – Nach einem überragenden Start in die dritte Liga mit drei Siegen und zwei Unentschieden hatte der 1. FC Magdeburg zuletzt nicht mehr viel zu feiern. Die Partie gegen Fortuna Köln ging 1:2 verloren, am Freitag musste sich das Team von Jens Härtel nun auch den Stuttgarter Kickers mit 1:0 geschlagen geben.

Die Magdeburger sind im Moment ein Sinnbild dafür, wie schnell sich eine Erfolgswelle in ein Tief umwandeln kann. Die Spiele zu Beginn dienten als perfekter Einstieg in die Liga – drei Heimspiele gegen Erfurt, Halle und Chemnitz gaben die nötigen Emotionen, die Magdeburg als Aufsteiger und spielerisch meistens unterlegenes Team brauchte. Nicht nur die Chemie im Team stimmte, auch die Taktik klappte bestens. Die Innenverteidiger Felix Schiller und Christopher Handke standen sicher in der Abwehr, Jan Löhmannsröben fing davor viele Bälle ab, Marius Sowislo verband das Mittelfeld mit dem Angriff und Christian Beck zeigte sich enorm sicher vor dem Tor, sodass beispielsweise gegen Chemnitz nur sehr wenige Chancen zum Sieg reichten.

Handke, Schiller, Sowislo, Fuchs: Unglaublich lange Ausfallliste

Inzwischen klappt das alles nicht mehr ganz so gut, was natürlich im großen Maße an den vielen Ausfällen liegt. Dass mit Handke (Bauchmuskelzerrung) und dem Langzeitausfall Schiller (Achillessehnenriss) gleich beide Innenverteidiger ausfallen, ist sehr unglücklich und kann nicht so leicht aufgefangen werden. Die Hierarchien, Mechanismen und Spielsysteme müssen erst einmal neu angeglichen werden. Gegen die Stuttgarter Kickers ließ Härtel mit Puttkammer und Hainault spielen. Zudem fehlt Marius Sowislo (Innenbandanriss am Sprunggelenk) als essentielles spielerisches Element im Mittelfeld, Führungsspieler Lars Fuchs konnte gegen Stuttgart ebenfalls nicht eingesetzt werden.

Angesichts der plötzlich so prekären Lage machen es die Magdeburger aber gut. Bei den Kickers wäre trotz geringerer Spielanteile auch ein Sieg möglich gewesen, in der 57. Minute scheiterte Christian Beck beispielsweise freistehend an Stuttgarts Keeper Rouven Sattelmaier. Kurz vor Ende der Partie hätte der FCM mit etwas mehr Glück auch einen Elfmeterpfiff bekommen können.

Vor Magdeburg stehen nun kräftezehrende Wochen. Am kommenden Dienstag empfängt die Mannschaft den VfL Osnbabrück, am Freitag gastiert der VfL Aalen, anschließend geht es innerhalb nur einer Woche gegen die Ostklubs Hansa Rostock und Energie Cottbus.

elbsport.com / Mattis Nothacker

 

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