Der Favorit macht das Rennen

Veröffentlicht in: USC Volleyball | 0

Es war das erwartet schwere Spiel am Sonntag für den USC Magdeburg. Der Liganeuling empfing den Tabellenzweiten und Aufstiegsaspiranten VC Bitterfeld-Wolfen. Erschwerend zum starken Gegner kam hinzu, dass die Magdeburger auf ihren Kapitän Gunnar Griep verzichten mussten. Trotz der im Ergebnis klaren 1:3 Niederlage, zeigten die Jungs von Trainer Matthias Waldschik, dass sie durchaus in der Lage sind in der 2.Volleyball Bundesliga mitzuhalten.

Erster Satz: Es haperte an Kleinigkeiten

Der Spielbeginn lief alles andere als optimal für die Elbestädter. Nach einem Fehler in der Angabe und einem weiteren in der Annahme, lief der USC bereits von Anfang an einem zwei Punkte Rückstand hinterher. Im weiteren Verlauf des Satzes stellten die Gäste ihre Klasse unter Beweis. Vor allem die starke Blockarbeit der Schwarz-eißen sorgte dafür, dass die USC Angriffe regelmäßig scheiterten. Doch die Magdeburger fanden nach und nach besser ins Spiel und konnten nun ihrerseits Druck auf die gegnerische Abwehr ausüben. So ergaben sich zum Teil lange, spannende Ballwechsel und die Elbestädter schafften es zwischenzeitlich sogar das Spiel auf 12:12 auszugleichen. Leider sorgten ein Angabe – und zwei Annahmefehler dafür, dass die Bitterfelder mit 20:17 in Führung gehen konnten. Diesen Vorsprung ließ sich der Tabellenzweite in der entscheidenden Phase des Satzes nicht mehr nehmen und gewann ihn am Ende mit 25:20 Punkten.

Zweiter Satz: Erst die Führung dann die Flaute

Auch in den zweiten Satz kamen die Schützlinge von Coach Matthias Waldschik nur schwer hinein. Nach drei Annahmefehlern lag man mit 0:3 zurück. In der Folge wurden die Magdeburger jedoch stärker. Es gelang regelmäßig die Gästeangriffe zu entschärfen und das eigene Angriffsspiel aufzubauen. So sorgten ein paar gut platzierte Angriffsschläge und der ein oder andere Heber für die zwischenzeitliche 8:7 Führung für den USC. Doch nach einer technischen Auszeit drehten die Gäste aus Bitterfeld wieder auf. Die starken Zuspiele auf die Außenangreifer der Gäste wurden kraftvoll abgeschlossen. Hinzu kamen dann einige Annahme – und Zuspielfehler der Gastgeber, die dafür sorgten, dass der USC in diesem Satz kein Land mehr sah. So war es dann auch nur verdient, dass Durchgang Zwei mit 25:13 klar an die Gäste ging.

Dritter Satz: Die Magdeburger zeigten was sie können

Durchgang Drei lief von Anfang an gut für die Jungs vom USC. Weil nun endlich auch die eigenen Angaben gefährlich in das gegnerische Feld kamen, gelang es den Magdeburgern immer wieder durch starke Außenangriffe oder gut platzierte Blocks zu punkten. Bei der ersten technischen Auszeit des Satzes führten die Elbestädter mit 8:4 Punkten. Diesmal kam der USC besser aus der Auszeit als im zweiten Satz. Die Magdeburger konnten ihre Führung weiter ausbauen, vor allem weil im Angriff die richtigen Entscheidungen getroffen wurden. Regelmäßig wurde der Block der Bitterfelder mit Finten oder Hebern ausgetrickst. Außerdem machte der Tabellenzweite nun auch eigene Fehler und so kam es, dass man beim Stand von 24:19 vier Satzbälle bekam. Obwohl die ersten drei Versuche den Satz zu beenden ziemlich unglücklich scheiterten, entschied der USC den Satz am Ende mit 25:22 für sich und ließ das heimische Publikum noch auf einen überraschenden Punktgewinn hoffen.

Vierter Satz: Bitterfeld machte den Sack zu

Zu Beginn des vierten Durchgangs dominierten bei den Magdeburgern wieder einige Annahmefehler, was dazu führte, dass sie mit ihren Angriffen die Gäste nie wirklich unter Druck setzen konnten. Diese Tatsache nutzten die Bitterfelder eiskalt aus und kreierten ihrerseits Angriffe, die für die Magdeburger Abwehr kaum zu verteidigen waren. Die Gäste setzten sich also früh mit einer sechs Punkte Führung ab und konnten nun befreit aufspielen. Zwar gaben die Jungs vom USC nochmal alles und konnten zwischenzeitlich wieder auf einen drei Punkte Rückstand verkürzen, aber die Gäste erwiesen sich in diesem letzten Satz als zu kaltschnäuzig. Konsequent hauten sie den Magdeburgern Angriff um Angriff um die Ohren und hatten letzten Endes acht Matchbälle um das Spiel zu beenden. Nachdem der USC noch zwei davon abwehren konnte, besiegelte ein Angabefehler das Ende der Partie.

Verdiente Niederlage, die Hoffnungen weckt

Nach dem Spiel wurde Bitterfelds Zuspieler Max Schmidt zum wertvollsten Spieler seiner Mannschaft gewählt. Auf Seiten des USC erhielt diese Auszeichnung der Mittelblocker Robert Engel. Er hielt die Bitterfelder Abwehr mit seinen Angriffschlägen und seinen gefährlichen Angaben regelmäßig auf Trab. Der TC Bitterfeld-Wolfen gewann mit einer konstant starken Leistung verdient gegen das Team des USC. Die Magdeburger haben, über den gesamten Spielverlauf gesehen, zu viele Fehler gemacht. Dazu fehlte im Angriffsspiel oft die Konzentration und die letzte Konsequenz im Abschluss.Wenn das Team von Trainer Matthias Waldschik in Zukunft die tolle Leistung aus dem dritten Satz über einen längeren Zeitraum im Spiel abrufen kann, dann klappt es auch bald mit dem ersten Sieg in der 2.Volleyball Bundesliga Nord.

elbsport.com / Richard Laimbach

Foto: Oliver Wiebe

Letzte Artikel von Philipp Schoener (Alle anzeigen)
Immer aktuell

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.