Der Kampf um die Plätze

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Mit Blick auf die Doppelbelastung in der neuen Saison hat der SC Magdeburg seinen Kader umgebaut. Dabei gilt es noch immer die bestehende Lücke nach dem Weggang von Bartos Jurecki zu füllen. Im Team von Trainer Geir Sveinsson ist eine außerordentliche Konkurrenzsituation zwischen Neuzugängen, Nachwuchskräften und etablierten Spielern entstanden. Innerhalb des Teams werden die Rollen neu verteilt. Mit diesem Modell möchte sich der SC Magdeburg dauerhaft auf den internationalen Plätzen etablieren.

Beim gestrigen Duell im Auswärtsspiel gegen TuS N.-Lübbecke taten sich die Magdeburger ungewohnt schwer und gewannen nur knapp. Ihre Bedeutung für das Team konnten jedoch Dario Quenstedt, Matthias Musche und Michael Damgaard mit gelungenen Auftritten herausstellen.

Dass Jannick Green am gestrigen Abend leicht verletzt ausfiel, wusste Quenstedt geschickt zu nutzen. Mehr als ein Dutzend bemerkenswerter Reflexe zeigte der Deutsche im Tor des SC Magdeburg gestern, hielt zudem einen Sieben-Meter-Wurf. Besonders seiner Leistung war es zu verdanken, dass der SCM am Ende einen Sieg verbuchen konnte. Das 25-jährige SCM-Urgestein konnte somit seine Favoritenrolle gegenüber Jannick Green festigen. Bereits in der vergangenen Saison lieferten sich beide Torhüter ein erbittertes Kopf-an-Kopf-Rennen. Fiel Quenstedt aus, so stellte auch Green sein Können unter Beweis. Letztlich erhielt jedoch zumeist Quenstedt den Vorzug, durfte am Ende der Saison sogar einmal Nationalmannschafts-Luft schnuppern. Für Green rückte am gestrigen Abend SCM-Youngster Philipp Ambrosius in den Kader, auf den der Verein große Stücke setzt.

Matthias Musche, der ebenfalls aus der Nachwuchsabteilung des SC Magdeburg stammt, war in Lübbecke mit sieben Toren erfolgreichster Torschütze der Magdeburger. Auf der Linksaußen-Position weiss er derzeit zu überzeugen. Konkurrenz kann ihm nur der derzeit noch verletzte Yves Grafenhorst bald wieder machen. Auf den Rückraum-Positionen herrscht dagegen ein beachtlicher Konkurrenzkampf. Vor diesem ist selbst Kapitän Fabian van Olphen nicht mehr sicher. Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen in dieser Saison, auch im EHF-Pokal, hat der Verein reagiert und die Leistungsdichte noch einmal erhöht. Durch die Verpflichtung von Michael Damgaard aus Holstebro und Finn Lemke vom Ligakonkurrenten TBV Lemgo ist der Druck auf diesen Positionen gewachsen. Mit Vincent Sohmann und Tomasz Gebala rücken zudem vielversprechende Nachwuchskräfte ins Team. Der Pole hat jedoch bereits Konsequenzen aus der gewachsenen Konkurrenz gezogen und verlässt den Verein genauso wie sein Bruder Maciej im kommenden Sommer in Richtung Heimat.

Damgaard, der gegen Lübbecke im linken Rückraum agierte, erzielte fünf Treffer und setzte damit ein Ausrufezeichen in Richtung seiner Konkurrenten. Besonders die Flexiblität der Neuzugänge stellt auch für gestandene Kräfte wie Marco Bezjak oder Michael Haaß im Team des SCM eine Gefahr da. Der Verein steht jedoch auch vor der Aufgabe Fanliebling Bartosz Jurecki zu ersetzen. Dafür wurde eigens der Kroate Zeljko Musa verpflichtet, der auf Kreisläuferposition mit Jacob Bagerstedt um Einsatzzeiten ringen muss. Zwar scheint Musa momentan die Nase vorn zu haben, jedoch zeichnet sich auch dort ein enges Rennen ab.

Die neue Konkurrenzsituation wirkt sich bisher aber nicht negativ auf die Leistungen der Mannschaft aus. die bisherige Saisonbilanz für sich: mit zwei Siegen aus zwei Ligaspielen und dem souveränen Einzug in die nächste Pokalrunde ist der SCM auf Kurs.

elbsport.com / Thomas Regniet

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