Der Pokal und seine eigenen Regeln

Veröffentlicht in: 1 FC Magdeburg | 0
An diesem Wochenende findet die 1.Runde des DFB-Pokals statt. Es ist die große Chance für kleine Vereine einmal auf der großen Bühne des Fußballs über sich hinauszuwachsen und im Duell „David gegen Goliath“ einen Bundesligisten aus dem Wettbewerb zu kicken. Darüber hinaus verspricht der Pokal neben der sportlichen Perspektive auch noch weitere finanzielle Einnahmen. Letzte Saison startete der 1.FC Magdeburg im DFB-Pokal und schlug in der 1.Runde überraschend den Bundesligisten FC. Augsburg, ehe er sich in der 2.Runde gegen Bayer Leverkusen im Elfmeterschießen geschlagen geben musste. Der Pokal hat seine eigenen Regeln, doch sind diese Regeln überhaupt fair?

Rückblende: Wir haben den 15. April 2015. Im Halbfinale des FSA-Landespokal treffen die beiden Favoriten auf den Titel aufeinander. Im Flutlichtspiel empfängt der 1.FC Magdeburg in der MDCC-Arena den Halleschen FC. Es ist das Duell zwischen dem Spitzenreiter der Regionalliga Nordost und dem Drittligisten aus dem Süden Sachsen-Anhalts. Die Entscheidung im Derby muss im Elfmeterschießen fallen, wo die Spieler des Halleschen FC die besseren Nerven haben und den Traum der Magdeburger auf den DFB-Pokal endgültig zerplatzen ließen. Denn nur der Gewinner des Landespokals qualifiziert sich für die 1.Runde des DFB-Pokals. Damit bleibt aus dem Bundesland Sachsen-Anhalt mit zwei Vertretern aus der 3.Liga einer auf der Strecke liegen.

Bayern, Westfalen und Niedersachsen mit Sonderregelung

Für den DFB-Pokal können sich insgesamt 64 Mannschaften qualifizieren. Die jeweils 18 Mannschaften aus der ersten und zweiten Bundesliga sind direkt qualifiziert. Dazu kommen die ersten vier Mannschaften aus der 3.Liga. Die weiteren Teilnehmer werden dann in ihrem Landespokal ermittelt. Insgesamt können sich noch 24 weitere Mannschaften für den DFB-Pokal qualifizieren. Die werden jeweils in ihren Landesverbänden ausgespielt. So qualifizieren sich die 21 Gewinner des Landespokals und die drei geschlagenen Finalisten aus Bayern, Westfalen und Niedersachsen. Den drei Verbänden wird eine Sondergenehmigung zugesprochen, weil sie die drei größten Verbände stellen.

SV Meppen, FC Nöttingen oder FSV Salmrohr- Wo ist der 1.FCM

Dadurch kommen unbekannte Vereine oft zu ihrem Spiel des Jahres wenn sie in der Auslosung einen Bundesligisten ziehen. Auch in diesem Jahr haben es wieder sogenannte „No-Names“ aus Amateurliegen in den DFB-Pokal geschafft. Nach 16 Jahren ohne Profifußball erreichte der Regionalligist aus Niedersachsen die ersten Runde und trifft nun auf den 1.FC Köln. Einen viel größeren Coup gelang dem FC Nöttingen, der in der ersten Runde kein geringeres Los zog, als den Deutschen Meister FC Bayern München. Damit darf sich der Oberligist und BFV-Pokal Gewinner auf eine echte Spitzenmannschaft freuen. Auch der FSV Salmrohr darf sich im Spiel gegen den Zweitligisten VfL Bochum auf eine besondere Partie freuen.

Viele von den Underdogs hoffen natürlich auf eine Sensation, wie sie es der 1.FC Magdeburg in der letzten Saison vollbracht hat. In der ersten Runde stellte der Bundesligist FC Augsburg keine echte Gefahr für die Elbestädter dar. In der zweiten Runde wäre dem 1.FCM dann auch noch beinahe eine viel größere Überraschung gelungen. In einem packenden Spiel vor den eigenen Zuschauern zwang man den Bundesligisten Bayer Leverkusen sogar bis in das Elfmeterschießen und verlor jedoch neben den Nerven auch noch das Spiel.

Erinnern wir uns zurück. Auch im April stand der 1.FC Magdeburg wieder im Elfmeterschießen und verspielte schlussendlich die Chance auf eine weitere Teilnahme am DFB-Pokal. Ja der Pokal hat seine eigenen Regeln…

 

elbsport.com/Nicolas Stange

Immer aktuell

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.