Der Tag des Ausnahmezustands

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Ganz Magdeburg ist im Ausnahmezustand: das Sachsen-Anhalt-Derby steht an. Bereits nach zwei Tagen gab es für FCM-Fans keine Tickets mehr, Spieler der beiden Teams betonen die Brisanz der Partie. Das Erfolgsrezept, so Jens Härtel, sei „nicht zu übersteuern, aber trotzdem hellwach zu sein“. 

Magdeburg – Nach zwei Wochen ist es schließlich soweit: das heiß erwartete Derby zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC steht an. Nach einigen Jahren, als es nur im Pokal zu dem Derby kommen konnte, treffen die beiden besten Mannschaften Sachsen-Anhalts nun auch in der Liga aufeinander. Dabei ist Halle zwar auf dem Papier die bessere Mannschaft, doch der Heimvorteil sowie der deutlich bessere Saisonstart sprechen für Magdeburg. „Wir können mit dem Start ganz zufrieden sein“, sagt FCM-Torwart Jan Glinker. „Wenn wir es schaffen, wieder 100 Prozent abzurufen, vielleicht auch ein paar Prozente mehr, wenn wir in den entscheidenden Situationen die richtigen Entscheidungen treffen auf dem Platz, dann denke ich schon, dass wir dieses Spiel gewinnen werden“.

In Magdeburg wird wie üblich Ausnahmestand herrschen. Die für FCM-Fans vorgesehenen Plätze waren innerhalb zwei Tage ausverkauft, wegen dem großen Verkehrsaufkommen veröffentlichte der FCM eigens eine Pressemitteilung. „Ich weiß, dass es für die Fans mehr als um drei Punkte geht“, sagt Glinker und HFC-Offensivspieler Sören Bertram erklärt gegenüber dem MDR: „Es ist das wichtigste Spiel des Jahres. Ich weiß das ganz besonders nach meinem dritten Jahr jetzt. Magdeburg-Halle, das ist das Spiel schlechthin hier und ich glaube, die Mannschaft weiß auch ganz genau, was los ist, sollten wir das Spiel nicht gewinnen“.

Beide Teams werden das Spiel also wie bei einem Derby üblich mit viel Energie und Emotion angehen, obwohl der Schlüssel laut Härtel sei, „nicht zu übersteuern“, aber trotzdem „hellwach zu sein“. Von Anfang an spielen soll Nils Butzen, der nach seinem Nasenbeinbruch schon im Test gegen Wolfsburg mit Maske spielte und keine großen Probleme zu haben schien. Ob Neuzugang André Hainault von Anfang an zum Einsatz kommt, hängt vor allem von dem Fitnessstand von Michel Niemeyer ab, der an einer Sprunggelenksverletzung laboriert. Die anderen Sorgenkinder Marius Sowislo (Rücken) und Christopher Handke (Oberschenkel) sollen wieder zur Verfügung stehen. Gerade in der Defensive spitzt sich die Konkurrenzlage zu: Steffen Puttkammer und Niklas Brandt drängen in die Startformation.

Voraussichtliche Aufstellungen:

1. FC Magdeburg: Glinker – Butzen, Handke, Schiller, Niemeyer – Sowislo, Löhmannsröben – Razeek, L. Fuchs, Hebisch – Beck

Hallescher FC: Königshofer – Rau, Kleineheismann, Engelhardt, Brügmann – Pfeffer, Banovic, Ziegenbein, Bertram – Furuholm, Osawe

elbsport.com / Mattis Nothacker

Foto: Oliver Wiebe

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