Der Umbruch im rechten Rückraum

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Der SC Magdeburg wird zur Saison 2016/2017 den rechten Rückraum fast komplett auswechseln. Zwei Langjährige Leistungsträger gehen, ein Weltstar aus Dänemark kommt.

Schon vor einigen Monaten wurde die Verpflichtung von Nemanja Zelenovic bekannt gegeben und stellte ein Fragezeichen hinter die derzeitigen Spieler im rechten Rückraum. Bereits im Vorfeld wurde deshalb gemutmaßt, dass der Vertrag des seit Jahren von Verletzungen geplagten Andreas Rojewski nicht verlängert wird. Dies bestätigte der Verein am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass Jure Natek aus persönlichen Gründen seine Karriere zum Saisonende beendet, sodass eine weitere Verpflichtung notwendig wurde. Neuzugang wird kein Geringerer sein als Mads Christiansen, die Nummer eins im rechten Rückraum der dänischen Nationalmannschaft.

Damit verlassen zwei der dienstältesten Spieler den SC Magdeburg. Vor allem mit Rojewski, der seit 2001 Jahren im Verein ist, verliert der Verein eine Marke. Der 30-Jährige hat seit Jahren gesundheitliche Probleme und fiel immer wieder verletzungsbedingt aus. Bereits seit März laboriert er an einer Knieverletzung und musste vor kurzem auch operiert werden. Die Belastung für Natek stieg so deutlich an, da er neben Youngster Alexander Saul in der Offensive und meist auch in der Defensive über die volle Spieldauer ran musste. Dies könnte ein möglicher Grund für das Karriereende des 33-Jährigen Natek sein.

Doch so sehr der Verlust der beiden schmerzt, die Neuzugänge stehen ihnen qualitativ in nichts nach. Sowohl Zelenovic als auch Christiansen haben sich international etabliert und spielen in dieser Saison in der Champions League bzw. im EHF-Cup. Zelenovic machte dort z.B. in der vergangen Woche mit acht Toren gegen Zagreb auf sich aufmerksam. Der Serbe ist immer torgefährlich und dank seiner 94 Kg Gewicht auch körperlich stark, sodass er auch in der Defensive eingesetzt werden kann. Die Stärken von Christiansen sind ebenfalls der Abschluss und seine körperliche Präsenz. Dadurch können beide Spieler flexibel in Offensive und Defensive eingesetzt werden.

Saul noch kein Ersatz, Bezjak bleibt

Fraglich ist, inwiefern die Verpflichtung der beiden Stars die Entwicklung von Alexander Saul hemmen wird. Saul kam zuletzt aufgrund des Personalmangels immer wieder zu Kurzeinsätzen. Das könnte sich ab Sommer ändern. Trainer Geir Sveinsson antwortete auf die Frage, ob man Saul nicht die Chance auf den Platz geben sollte: „Alex hat Qualität und er hat seine Chancen immer wieder bekommen. Aber er braucht noch Zeit. Und Zeit haben wir keine.“

Auch im Raum stand eine kurzfristige Verpflichtung eines Linkshänders bis zum Saisonende, um Jure Natek zu entlasten. Der Verein hat derzeit jedoch keine Ambitionen in diese Richtung, es sei denn, es ergebe sich „eine gute Gelegenheit.“ Sollten sich also Jure Natek oder auch Robert Weber verletzen, könnten dem SCM in dieser Saison schwere Zeiten bevorstehen.

Immerhin den Wechselgerüchten um Marko Bezjak wurde ein Riegel vorgeschoben. Keiner der Verantwortlichen habe Kenntnis von einem Wechselwunsch des Spielmachers und man sei in positiven Gesprächen zur Vertragsverlängerung. Bezjak selbst äußerte sich nun selbst dazu und verkündete über der Vereinswebsite gerne bleiben zu wollen.

elbsport.com / Alexander Klarner

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