Drittes Herzschlagfinale in Folge – Wo steht der SCM?

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Magdeburg – Bereits zum dritten Mal in Folge wird eine Partie des SC Magdeburg nur durch ein Tor Unterschied entschieden. Nachdem man zuletzt zweimal den Kürzeren zog, konnten sich die Magdeburger dieses Mal mit 28:27 gegen Bahlingen durchsetzen. Der Erfolg wendet eine erste Krise in der noch jungen Saison ab.

Zur Pause waren noch lange Gesichter auf den Rängen der GETEC-Arena zu sehen. Kein Wunder angesichts des 12:14 Rückstands, dem die Grün-Weißen nach der ersten Hälfte hinterher liefen. Es drohte der nächste Rückschlag, der Fehlstart in die neue Saison. Doch endlich, nach zwei denkbar knappen und bitteren Niederlagen, konnte der SCM wieder zwei Punkte einfahren. Mit sechs Punkten nach fünf Spieltagen steht nun Tabellenplatz acht und man darf zunächst einmal durchatmen.

Die Begegnung begann mit vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten, magere drei Tore bekamen die Zuschauer bis zur siebten Minute zu sehen. In den ersten 20 Minuten gestaltete die Partie sich ausgeglichen, vor allem die Keeper konnten sich immer wieder auszeichnen. Beim Stand von 10:8 für die Hausherren nahm Gästecoach Markus Gaugisch seine erste Auszeit, in der Folge kam Bahlingen besser ins Spiel. Lediglich Robert Weber und Matthias Musche, der mit sieben Toren erfolgreichster Torschütze der Magdeburger war, trafen noch vor der Pause für den SCM, die Süddeutschen dagegen trafen nun, wie sie wollten und gingen mit einer 2-Tore-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Magdeburger das Szepter und glichen den Rückstand schnell aus. In der Folge zeichnete sich SCM-Keeper Dario Quenstedt wie so oft in den letzten Wochen durch zahlreiche Glanzparaden aus. Auch in der Offensive lief es im Anschluss rund und der SC zog zwölf Minuten vor Ende der Partie auf fünf Tore davon. Wegen einer Zeitstrafe gegen Kapitän Fabian van Olphen und einigen Fehlwürfen in den Schlussminuten konnten sich die Gäste noch einmal herankämpfen, doch Kreisläufer Zeljko Musa machte mit einem Doppelschlag zum 28:25 zwei Minuten vor Schluss alles klar. Obwohl die Gäste noch zweimal trafen, reichte die Zeit nicht mehr aus, um noch den Sieg der Magdeburger noch zu gefährden.

Warum tut sich der SCM so schwer?

Nur 28:27 gegen Bahlingen, die man im Vorjahr noch mit sieben bzw. acht Toren Unterschied schlagen konnte. Dazu nur sechs Punkte aus fünf Spielen. Die Statistik spricht zunächst mal nicht für die Elbestädter.
Aber die ersten fünf Spieltage der neuen Saison zeigen vor allem eins: dass in der beste Liga der Welt jede Mannschaft ernst zu nehmen ist und auch die „Großen“ aufpassen müssen. Flensburg, Kiel und eben auch Magdeburg, sie alle haben schon gepatzt. Einzig die Löwen und Melsungen sind noch ungeschlagen. Dass der SCM einerseits ganz knapp mit einer beeindruckenden Leistung 23:24 gegen die Löwen verliert und nur drei Tage später dann auch mit einem Tor Unterschied gegen den Aufsteiger aus Leipzig Punkte liegen lässt, ist eben kein Zufall. Bei so knappen Ergebnissen kann man natürlich nur enttäuscht sein, aber man kann bei den Magdeburgern nicht von einem schlechten Saisonstart reden. Die Leistung hat über weite Strecken gestimmt, lediglich in Leipzig wirkte die Mannschaft etwas kraftlos, vielleicht steckte da noch die Niederlage gegen die Löwen in den Knochen. Wichtig ist jetzt, dass man sich auf die nächsten Begegnungen konzentriert. Kommenden Sonntag wartet mit dem Auswärtsspiel in Kiel die vielleicht schwerste Aufgabe der Saison. Flensburg und über weite Strecken auch Hannover, die am Ende zwar unverdient leer ausgingen, aber lange mit vier Toren in Führung lagen, haben gezeigt, wie man den Kielern große Probleme bereitet. Und wenn es gelingt Punkte in Kiel zu holen, dann wird das daraus gewonnen Selbstvertrauen den bitteren Beigeschmack der beiden Niederlagen ganz klar überdecken.

Der achte Tabellenplatz nach fünf Spieltagen entspricht nicht dem Anspruch der Magdeburger, aber die Saison ist noch lang. Und Die Mannschaft hat die Klasse, den Trainer und die Fans, um am Ende wieder oben mitzumischen und die knappen Niederlagen zum Saisonbeginn vergessen zu machen. Ein erster Schritt wäre ein Erfolg in Kiel.

elbsport.com / Alexander Klarner

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