Eine Lehrstunde in Sachen Effizienz

Eingetragen bei: 1 FC Magdeburg | 0
Copyright Fotodesign Axel Kammerer
Copyright Fotodesign Axel Kammerer

Im Stile einer Spitzenmannschaft präsentiert sich der FC Erzgebirge Aue am Freitagabend in Magdeburg. Mit einem 0:3-Auswärtssieg entführt der Tabellenzweite drei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg von einem nun nicht mehr direkten Konkurrenten. Beim 1. FC Magdeburg muss man sich nun aber auch fragen, wie der Saisonendspurt angegangen werden soll. 

Magdeburg. Das ganze Stadion erhob sich. Wenige Minuten vor dem Abpfiff der ersten Halbzeit herrschte eine atemberaubende Atmosphäre im Heinz-Krügel-Stadion, doch dabei war gerade das entscheidende und bittere 0:3 für den FC Erzgebirge Aue gefallen und Simon Skarlatidis reihte sich neben Doppeltorschütze Pascal Köpke in die Torschützenliste an diesem Abend ein. Trotzdem feierten die Clubfans ihren Verein, als würden sie in diesem Moment die Führung weiter ausbauen.

Aue im Stile einer Spitzenmannschaft

Doch das Gegenteil war der Fall. Zwar zeigten die Spieler in den blau-weißen Trikots eine engagierte Leistung, dennoch fehlte ihnen letztendlich auch die nötige Effizienz in diesem Spiel. Im Gegensatz zu ihren Gegner rannten die Magdeburger unter der Leitung von Trainer Jens Härtel gegen eine gut sortierte Auer Abwehr an, und bekamen in der ersten Halbzeit eine Lehrstunde in Sachen effizientes Fußballspielen beigebracht. Der “Kumpelklub” eingestimmt von Trainer Pavel Dotchev machte die Räume in den eigenen Reihen sehr eng. Auch taktisch wurden die ganz in weiß eingekleideten Auer perfekt auf ihren gestrigen Gegner vorbereitet. Sie überließen den Magdeburgern dreiviertel des Spielfeldes und attackierten sie erst in ihrer Hälfte. Damit hatten die Blau-Weißen zwar optische Vorteile auf dem Feld, doch in Wirklichkeit taten sich die Spieler des FCM sehr schwer, ihr Spiel damit zu gestalten. Zu wenig Bewegung in der Offensive machten es den Sachsen einfach, die Magdeburger Angriffe rechtzeitig zu unterbinden. Von FCM-Toptorjäger Christian Beck war bis zu seiner Auswechslung nicht viel zu sehen, und seine Begleiter auf den Außen, Manuel Farrona-Pulido und Sebastian Ernst, wirkten zu unerfahren und verspielt, um für die nötige Gefahr zu sorgen.

Kommunikationsprobleme in der Mannschaft

Handke Zweikampf
Copyright Fotodesign Axel Kammerer

Vielmehr hatten sie einen Entscheiden Anteil an den Gegentoren ihres Vereins. So resultierten die Gegentreffer für den FCM aus vorhergegangenen individuellen Fehlern. Beim 0:1 verließ sich Linksverteidiger Nico Hammann zu sehr auf seinen Hintermann Christopher Handke, der in der Mitte eigentlich den anschließenden Torschützen Pascal Köpke, Sohn von Bundesnationaltorhütertrainer Andreas Köpke, bewachen sollte. Deswegen zögerte Hammann im Zweikampf mit Simon Skarlatidis und ließ ihn Flanken. Die Flanke verwertete Köpke anschließend mit einem Beinschuss gegen Jan Glinker. Auch bei dem 0:2 sahen zwei Spieler des FCM sehr unglücklich aus. Nach einer geklärten Ecke können sich Burak Altipamark und Sebastian Ernst nicht einigen und laden die Auer damit zu einem erfolgreichen Konter ein. Beim letzten Gegentor sprang Torhüter Jan Glinker unter dem Ball durch und überraschte damit seine Vorderleute, die schon auf dem Weg nach vorne waren. Ein unschuldiger Blick zu Seite zum Linienrichter, ob es denn nicht ein Foul oder wenigsten Abseits gewesen war, und das Spiel in der ersten Halbzeit entschieden, in der der FCM ungewohnte Kommunikationsprobleme offenbarte.

 

Entschieden scheint nach diesem Spiel auch die Saison des 1.FC Magdeburg zu sein. Sowohl die Abstiegsränge, als auch die Aufstiegsplätze scheinen in weite Ferne gerückt zu sein und der Kampf um die goldene  Ananas kann beginnen.

elbsport.com/Nicolas Stange

Foto: Fotodesign Axel Kammerer

Immer aktuell

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.