FCM gegen HFC: Die bisherigen Finals im Landespokal

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Am Mittwoch treffen der Hallesche FC und der 1. FC Magdeburg bereits zum sechsten Mal im Finale des Sachsen-Anhalt-Pokals aufeinander, wobei der FCM mit drei Siegen leicht die Nase vorn hat. In keinem der bisherigen fünf Endspiele hatte einer der beiden Erzrivalen nach 90 Minuten einen Vorsprung von mehr als einem Tor. elbsport.com fasst die bisherigen Landespokalfinalderbys nochmal zusammen.

 

5. Juni 1993, Sportpark am Walzwerkhölzchen, Hettstedt

Über dieses Spiel findet man im Internet nichts mehr, außer dem Austragungsort, dem Datum, der Zuschauerzahl (1.100) und natürlich dem Ergebnis: 3:2 für den 1. FC Magdeburg. In der dritten Auflage können die damals von Spielerlegende Jürgen Pommerenke trainierten Blau-Weißen damit erstmals den Landespokal holen. In der folgenden DFB-Pokalsaison schalteten die Blau-Weißen dann nach einem Freilos den damaligen Zweitligisten aus Wuppertal in einer dramatischen Partie, in der die Magdeburger erst ein 0:2-Rückstand in den letzten vier Minuten der regulären Spielzeit egalisierten und dann auch noch in der Verlängerung einen zwischenzeitlichen Rückstand ausglichen, mit 8:7 nach Elfmeterschießen ausschalten, bevor dann gegen den Titelverteidiger Bayer Leverkusen im ausverkauften Magdeburger Stadion Schluss war.

 

18. Mai 1994, Sportpark an der Neinstedter Straße, Thale

Auch über das Finale ein Jahr später scheint nicht mehr viel Information erhalten zu sein. Kein Wunder, denn es waren nur 300 Personen, die beim Hallenser 4-3-Sieg sieben Tore live miterlebten.

 

14. Mai 2008, Heinz-Krügel-Stadion, Magdeburg

Nachdem im Vorjahr das Landespokalfinale erstmals im HKS ausgetragen wurde, fand auch das Finalderby 2008 dort statt. Die Mannschaft von Trainer Paul Linz konnte diesen Heimvorteil allerdings nicht nutzen und nachdem 120 Minuten lang kein Tor gefallen ist, sahen die 13.988 Zuschauer ein Elfmeterschießen. Dieses startete für den FCM zunächst zufriedenstellend, denn nach einem sicher verwandelten Strafstoß von Reimann konnte Marian Unger den folgenden Elfer von Halles Kunze parieren. Nach Treffern von Müller (FCM) und Kittler (HFC) schoss Ivica Jaraković das Spielgerät allerdings rechts am Tor vorbei, sodass Neubert für Halle im folgenden Elfer den Ausgleich herstellen konnte. Danach kam es noch schlimmer für den Europapokalsieger von 1974, denn Eigengewächs Christopher Kullmann platzierte die Kugel im nächsten Versuch viel zu hoch und brachte so nur das Auffangnetz vor dem HFC-Block zu wackeln. Es folgten drei weitere Treffer, die die Rot-Weißen in Magdeburg zum Pokalsieger werden ließen.

 

27. Mai 2009, Heinz-Krügel-Stadion, Magdeburg

Vor 12.988 Zuschauern bekamen die mittlerweile von Steffen Baumgart betreuten Hausherren ihre Revanche für das so bitter verlorene Finale im Vorjahr. Den 1:0-Sieg besorgte Cătălin Răcănel, der einen umstrittenen Foulelfmeter verwandelte. Zuvor sah Halles Routinier Ronny Hebestreit bereits die rote Karte. In der folgenden Saison schied man im nationalen Pokal dann bereits in der ersten Runde daheim gegen Bundesligaabsteiger Energie Cottbus mit 1:3 aus.

 

14. Mai 2014, Kurt-Wabbel-Stadion, Halle an der Saale

Wie schon sechs Jahre zuvor sollten in dieser Begegnung nach 90 Minuten keine Tore zu verzeichnen sein, was für den FCM in Anbetracht der Tatsache, dass man auswärts bei dem eine Klasse höher spielenden Favoriten antrat, schon ein kleiner Erfolg war. Doch natürlich begnügten die blau-weißen Krieger um einen bärenstarken Matthias Tischer im Kasten sich damit nicht, sodass Marius Sowislo in der ersten Hälfte der Verlängerung die Führung für die Landeshauptstädter markieren konnte. Und es sollte noch besser kommen für den Rekordpokalsieger von Sachsen-Anhalt: Nach dem Seitenwechsel verdoppelte der eingewechselte Lars Fuchs dann die Führung, was den Hallensern unter den 11.987 Zuschauern wohl nicht so gut gefiel, weshalb sie das Spielfeld mit Pyrotechnik bombardierten und so eine Spielunterbrechung herbeiführten. In der 120. Spielminute versüßte René Lange mit einem direkt verwandelten Freistoß dann noch den unvergesslichen Pokalabend mit dem 3:0-Endstand nach Verlängerung. In der darauffolgenden Saison wurde zuerst der FC Augsburg durch ein Beck-Tor aus dem DFB-Pokal geworfen, bevor gegen den haushohen Favoriten aus Leverkusen im Elfmeterschießen Schluss war, nachdem man einen frühen Rückstand ausgleichen und in der Verlängerung mit 2:1 in Führung gehen konnte.

elbsport.com/Martin Leckelt

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