Gegnercheck: Osnabrück ist oben angekommen

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Marvin Schwäbe

Der 1.FC Magdeburg reist am Samstag zum  direkten Konkurrenten nach Osnabrück. Der VfL Osnabrück empfängt als Vierter den Tabellennachbarn, der FCM steht auf Platz fünf, zum Topspiel der 3.Liga. Was ihr über den kommenden Gegner wissen müsst, und wieso sich die Reise nach Osnabrück für jeden Fußballnostalgiker vielleicht besonders lohnt, erfahrt ihr hier:

Der VfL Osnabrück geht mit viel Rückenwind in das Topspiel der 3.Liga am Samstag. Die Lila-Weißen liegen mit 40 Punkten vor dem FCM auf Platz vier der Tabelle. Die Magdeburger sind den Osnabrückern mit 38 Punkten jedoch dicht auf den Versen und könnten diese mit einem Sieg in der Tabelle überholen. Groß genug ist der Respekt vor dem Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt in der Universitätsstadt aus Niedersachsen auf jeden Fall. Deswegen ließ VfL-Trainer Joseph „Joe“ Enochs auch seine Spieler auch doppelt trainieren. So bat er am Mittwoch nicht nur morgens um 09:30 Uhr zum Training, sondern ließ seine Mannen auch noch einmal nachmittags um 15:30 Uhr schwitzen, um die Sorgen aus dem Hinspiel aus dem Körper zu bekommen.

VfL mit Rückenwind

Dort reiste der VfL nämlich mit null Punkten im Gepäck aus Magdeburg wieder nach Hause. Nach drei Spielen ohne Niederlage zu dieser Zeit, verpasste vor allem der Doppeltorschütze Christian Beck dem VfL Osnabrück einen herben Dämpfer. Doch nach einem Déjà-vu ist Joe Enochs diesmal nicht. Denn auch diesmal liegen die Lila-Weißen in einer aussichtsreichen Position. So sind die Osnabrücker seit nunmehr sechs Spielen ungeschlagen. Aus den letzten zehn Spielen verloren sie sogar lediglich ein Spiel, und das gegen den letzten Magdeburger Gegner Fortuna Köln. In dieser Serie zeichnete sich vor allem Torwart Marvin Schwäbe als Leistungsträger ab. Der U-21 Nationaltorwart, gab sein Debüt am 03. September unter Horst Hrubesch, der von der TSG Hoffenheim ausgeliehen ist, kassierte lediglich sechs Gegentore in den letzten zehn Spielen. Somit wird es auch für den zuletzt kriselnden FCM-Torjäger Christian Beck schwer, seine Torflaute gegen Osnabrück zu beenden.

Publikumsliebling mit Sportsbar

Der interessanteste Mann der Osnabrücker wir am Samstag jedoch auf der Bank zu finden sein. Die meiste Zeit seiner Fußballkarriere verbrachte er beim VfL Osnabrück. Die Rede ist von Joseph Enochs, von seinen Kollegen auch gerne Joe genannt. 1996 wechselte der junge Enochs, in Petaluma Kalifornien (USA) geboren, von den Amateuren des FC St.Pauli nach Osnabrück. Dort spielte er bis zum Sommer 2008 und kam 376 Ligaspiele, in denen er zehn Tore erzielte. Vor allem durch seine zu Beginn  aggressive Spielweise wurde er schnell zum Publikumsliebling. Doch auch nach seiner aktiven Spielerzeit blieb er dem VfL und der Stadt Osnabrück erhalten. Zunächst wurde Enochs Trainer der U-23 des Vereins, um dann im vergangen Sommer den gescheiterten Maik Walpurgis zunächst als Interimstrainer und nach zwei Siegen in zwei Spielen als Cheftrainer mit Vertrag bis 2017 zu beerben. Doch auch im Herbst seiner Spielerkarriere schloss die Stadt Osnabrück den US-Amerikaner ihn ihr Herz. Dort gibt es seit 2007 die „Joe Enochs Sportsbar“ in der Altstadt, die natürlich am liebsten die Spiele des VfL Osnabrück auf ihren fünf Bildschirmen zeigt. Doch wer nicht dorthin gehen möchte, der kann sich auch eine Platz in der osnatel-Arena, der Heimstätte des VfL Osnabrück sichern. Vielleicht ja auf der Joe Enochs-Kindertribüne.

elbsport.com/Nicolas Stange

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