Kantersieg für den SC Magdeburg

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Im Test gegen den französischen Erstligisten Saint Raphael hat der SC Magdeburg einen eindrucksvollen 33:19-Sieg errungen. Trainer wie Spieler spielten das hohe Ergebnis runter, zeigten sich aber dennoch zufrieden über die bereits gut greifenden Mechanismen im Team. Erfolgreichster Werfer war Robert Weber (9 Tore).

Magdeburg – Es war eine gelungene Vorstellung durch und und durch für den SC Magdeburg, der in der GETEC-Arena gegen den französischen EHF-Cup-Teilnehmer Saint Raphael einen stattlichen 33:19-Sieg feiern durfte. 14 Tore Unterschied – das hätten wohl auch die Optimisten im Team nicht unbedingt gedacht.

Trainer wie Spieler wollten dem Kantersieg keine allzu große Bedeutung beimessen. Saint Raphael sei erst seit 10 Tagen in der Vorbereitung, der SCM schon seit einem Monat, so SCM-Trainer Geir Sveinsson. Auch Andreas Rojewski und Jacob Bagersted verwiesen auf die verschiedenen Trainingsstände der beiden Teams. Trotzdem merkte man allen eine große Zufriedenheit an. „Die Jungs haben Gas gegeben und mit Freude gespielt“, meinte Sveinsson. „Wir haben in der Abwehr sehr engagiert gespielt und für den Stand der Vorbereitung schon recht gutes Tempo gezeigt“, erklärte Rojewski. „Ich denke darauf kann man aufbauen“.

Konstellation Musa/Van Olphen funktioniert bereits bestens

Aufbauen können die Magdeburger tatsächlich vor allem auf das überraschend starke Deckungsspiel. In der Regel bildeten Fabian van Olphen und Zeljko Musa die Wand in der Mitte, die Saint Raphael nur selten durchdringen konnte. Als die beiden eine Pause brauchten, machten Bagersted und Lemke ihre Sache ähnlich gut. „Ich denke die neue Konstellation mit Musa und Fabian hat sehr gut funktioniert und zwischen Finn und mir ebenfalls“, fand Bagersted. „Das sah schon recht gut aus“. Van Olphen und Musa waren ständig im Gespräch – auf Englisch, wie Bagersted verriet: „Zeljko lernt schnell Deutsch, aber so funktioniert das auch. In der letzten Saison habe ich ebenfalls mit Fabian Englisch gesprochen. Zeljko hat viel Routine, er weiß wie die Abwehr funktioniert“.

In der Startaufstellung spielten Weber, Musche, Van Olphen, Natek, Musa und Bezjak. Schon von Beginn an musste Saint Raphael einem Rückstand hinterlaufen. Weber und Natek brachten die Elbestädter früh in Front. Gegen die Außen Weber und Musche, die von Bezjak immer wieder hervorragend angespielt wurden, fand Saint Raphael bis zum Schluss keine Lösung. Nachdem es in der 16. Minute bereits 12:6 Stand, brachte Sveinsson Lemke und Bagersted ins Spiel. Lemke wirkte zeitweise noch nicht so recht eingebunden in die Systeme seiner Mannschaft, doch gerade Bezjak nahm sich ihn immer wieder zur Seite und gab ihm taktische Hinweise. Zur Halbzeitsirene setzte Lemke dann auch ein Distanzwurf zum 19:11 ins Netz.

Unschöne Szene: Lemke geht zu Boden

In der zweiten Halbzeit wurde schnell klar, dass Saint Raphael dem Rückstand nicht mehr einholen würde. In den Mittelpunkt geriet vielmehr die körperliche Spielweise der beiden Teams, die zu teils hitzigen Szenen führten. Den Höhepunkt dieser Phase bildete einen Schlag ins Gesicht von Lemke, der sofort zu Boden ging und dort einige Zeit liegen blieb. Der Rückraumspieler signalisierte Probleme mit seinem Auge, doch wenig später schien es ihm bereits besser zu gehen.

Begünstigt durch einige Offensivfehler von Saint Raphael zeigten die Magdeburger dann zum Ende hin noch ihre Fähigkeiten im Schnellangriff, die in der Regel von Robert Weber vollendet wurden, dem mit neun Toren wieder einmal überragenden Mann des Spiels. Schließlich brachte Sveinsson dann noch die Brüder Gebala ins Spiel, wobei gerade Tomasz einige starke Szenen aufweisen konnte.

Weiter geht es für den SC Magdeburg bereits am Samstag beim Klaus Miesner Gedenkturnier, wo außerdem Saint Raphael, der polnische Verein SPR Wisla Plock sowie die Bundesligisten Bergischer HC und VfL Gummersbach mitspielen.

elbsport.com / Mattis Nothacker

Fotos: Cindy Schoof

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