Zwei Topfavoriten, ein Außenseiter und der SCM

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Das REWE Final Four des DHB-Pokals steht wieder an – und wie immer haben es die Partien so richtig in sich. elbsport.com schaut aus das am kommenden Wochenende stattfindende Handballfest in Hamburg.

Rhein-Neckar Löwen vs. SG Flensburg-Handewitt

Die erste Partie am Samstagmittag ist der Klassiker im DHB-Pokal Halbfinale. Bereits zum dritten Mal in Folge treffen die Löwen in dieser Runde auf Flensburg. Dazu ist es das Duell des Tabellenersten gegen den Tabellenzweiten, Spannung und Klasse garantiert. In den letzten beiden Jahren behielten die Norddeutschen mit 30:26 bzw. 24:23 jeweils die Oberhand und die Löwen gingen leer aus.

Die Kader der beiden Topteams haben sich über diese Zeit natürlich stark verändert. Die Löwen mussten Abgänge wie Bjarte Myrhol, Niklas Landin oder Gudmundur Gudmundsson verkraften und konnten dafür Neuzugänge wie Harald Reinkind, Rafael Baena und auch Ex-SCM-Rückraum Stefan Kneer verpflichten.

 

Bei Flensburg taten besonders Abgänge wie die von Steffen Weinhold, Michael Knudsen und Lars Kaufmann weh. Dagegen konnte man sich mit Rasmus Lauge Schmidt, Henrik Toft Hansen und Kentin Mahé auch deutlich sowohl in der Tiefe als auch in der Breite verstärken.

Die Vorzeichen stehen dieses Mal etwas anders als in den Aufeinandertreffen in den Jahren zuvor: die Löwen sind dieses Mal Tabellenführer, spielen eine sehr starke Saison und haben mit Andy Schmid einen der weltbesten Spieler, der sich noch dazu in einer selbst für seine Verhältnisse überragenden Form befindet.

 

Außerdem hatten die Löwen durch das frühere Ausscheiden in der Champions League mehr Zeit zur Vorbereitung, während die Flensburger am Mittwochabend eine bittere Niederlage in Kielce hinnehmen mussten, die auch ihr Ausscheiden besiegelte.
Aufpassen müssen die Löwen natürlich trotzdem, zwei der erst sechs abgegebenen Punkte in der Liga gingen zuhause gegen die SG verloren.

Prognose: Die Löwen sind der leichte Favorit auf dein Einzug ins Finale, doch mit den Flensburgern ist ebenfalls immer zu rechnen. Es könnte wie im letzten Jahr auf eine ganz enges Spiel hinauslaufen.

 

SC Magdeburg vs Bergischer HC

Vor der Saison hätte wohl niemand geglaubt, dass ausgerechnet der BHC ins REWE Final Four einzieht. Von Anfang an als Abstiegskandidat eingestuft, kämpfen die Westdeutschen schon die ganze Saison um den Klassenerhalt und sind derzeit einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt, wobei sie natürlich von der Insolvenz und dem Einstellen des Spielbetriebs des HSV profitieren. Für das Erreichen dieser Pokalrunde gibt es allerdings auch eine ganz einfache Erklärung: bisher musste der BHC gegen keinen einzigen Erstligisten Spielen.

 

Mit Zweitligist Minden wartete eine einzige ernstzunehmende Aufgabe und diese wurde nur mit Mühe mit 24:23 gelöst.

Die erste Begegnung der Saison gab es gleich am ersten Spieltag in Magdeburg, die Grün-Roten gewannen mit 28:25, liefen jedoch lange Zeit die Gefahr, den Sieg aus der Hand zu geben. Das nächste Aufeinandertreffen ist übrigens schon eine Woche nach dem Pokalspiel das Rückspiel in Wuppertal, der Pokalfight könnte also auch schon einen Einblick ins nächste Ligamatch geben.

Die Saison läuft für den SCM auch nicht wie gewünscht, aber im Vergleich zu der des BHC doch recht erfolgreich. Mehr als doppelt so viele Ligapunkte haben die Elbestädter derzeit auf dem Konto. Im Viertelfinale schlugen die Magdeburger souverän FRISCH AUF! Göppingen, gegen die am Mittwochabend dafür allerdings im EHF-Cup Viertelfinale Schluss war.

 

Aber auch dieser Rückschlag sollte verkraftbar sein für eine Magdeburger Mannschaft, die als ganz klarer Favorit in die Partie geht und wieder dahin möchte, wo sie vergangenes Jahr auch stand: ins Finale. Vielleicht sogar mit der Möglichkeit, sich für die Niederlage im Siebenmeterwerfen letztes Jahr bei den Flensburgern zu revanchieren.

Prognose: Alles andere als ein klarer Sieg wäre eine riesige Enttäuschung für den SCM. Und nach einem Sieg trennen die Mannschaft nur noch 60 Minuten vom ganz großen Wurf.

elbsport.com / Alexander Klarner

Fotos: Ole Kliem, Twitter

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