Magdeburger Effizienz stellt 3.Liga vor Rätsel

Veröffentlicht in: 1 FC Magdeburg | 0
Der 1.FC Magdeburg setzt seine Siegesserie zu Hause in der MDCC-Arena fort und grüßt nun für mindestens einen Tag von der Tabellenspitze der 3.Liga. Im Flutlichtspiel vor 19.112 Zuschauern feiern die Elbstädter mit dem 2:0-Sieg über den Ostrivalen Chemnitzer FC den dritten Heimerfolg in Serie und bleiben nach fünf Spielen weiterhin ungeschlagen. Währenddessen muss der CFC aufgrund der schlechten Chancenverwertung die erste Saisonniederlage verkraften.

Magdeburg- Ein Hauch von Champions League wehte am Dienstagabend durch die Arena in Magdeburg. Doch während in anderen Städten um den Einzug in die Königsklasse gespielt wurde, feierten die Magdeburger Fans den dritten Heimsieg in Folge ihres 1.FCM – wieder einmal gegen einen Ostverein. Dem Team von Jens Härtel reichten lediglich zwei gute Aktionen vor dem Chemnitzer Tor, um einen zum Ende hin doch schmeichelhaften 2:0 Erfolg gegen den Tabellennachbarn einzufahren. Einmal mehr sorgte eine starke Defensivleistung mit einer Kompaktheit im Mittelfeldzentrum für Euphorie auf den Rängen.

Vom Anpfiff weg war der 1.FCM um Stabilität in der Defensive bemüht und lauerte auf Konterchancen in der eigenen Hälfte. Infolgedessen tat sich der Chemnitzer FC schwer, das Spiel zu gestalten und eigene Angriffe zu starten. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel zwischen beiden Mannschaften. Dennoch schaffte es Magdeburg in Person von Kapitän Marius Sowislo immer wieder entscheidende Akzente zu setzen. Seine starken Tempogegenstöße aus den eigenen Reihen versetzte die Chemnitzer Abwehr immer wieder unter Bedrängnis.

Sowislo und Löhmannröben als kongeniales Duo

Diese Spielweise hatte System und lässt sich auf die neue Partnerschaft auf der Doppelsechs zurückführen. Denn dort spielt seit Anfang der Saison ein neues Duo, welches bisher perfekt harmoniert. Mit Neuzugang Jan Löhmannsröben steht Sowislo ein richtiger Abräumer vor der Abwehr zur Seite, der ihm mehr Kreativität in der Offensive ermöglicht. Löhmannsröben ist Härtels Trumpf in der Mannschaft und kann auch als heimlicher Star des Teams angesehen werden. Als Mr. Zuverlässig schließt er momentan alle aufgehenden Räume vor der Abwehr und kann somit schon frühzeitig jede Angriffsituation des Gegners unterbinden. So war er auch gestern Abend einer der Erfolgsgaranten im Magdeburger Spiel, obwohl der Neuzugang auf seiner Position einem großen Konkurrenzkampf ausgesetzt ist. Mit den Rückkehrern Steffen Puttkammer und Niklas Brandt sowie den Jungspunden Torge Bremer und Sven Reimann lauern weitere Kandidaten in den Startlöchern für den begehrten Platz auf der sogenannten Sechserposition.

Während Löhmannsröben den defensiveren Part in Mittelfeld übernahm, schaltete sich Sowislo immer wieder in die Offensivaktionen ein. Durch die schnellen Tempogegenstöße, die häufig von Sowislo eingeleitet wurden, entwickelten sich Tormöglichkeiten für die Magdeburger. Nach einem schönen Zusammenspiel zwischen Sowislo und Fuchs 30 Meter vor dem Kasten von Chemnitz-Torwart Kevin Kunz wurde Sowislos Schuss vom eigenen Mann Ahmed Waseem-Razeek im Strafraum geblockt. Nach verschiedenen Ping-Pong Stationen landete der Ball vor den Füßen von Stürmer Christian Beck, der freistehend den Ball von links in die Maschen schoss und damit für die 1:0-Führung der Magdeburger sorgte. Nach dem Treffer plätscherte das Spiel vor sich hin und beide Mannschaften erspielten sich keine zwingenden Torchancen mehr.

Hohe Magdeburger Effizienz bestraft tapfere Chemnitzer

In der zweiten Hälfte hatten die Chemnitzer noch etwas gut zu machen und Trainer Karsten Heine brachte mit Sturmroutinier Ronny König noch einmal erfahrene Offensivqualität von der Bank. Es entwickelte sich ein einseitiges Spiel in Richtung Tor von Jan Glinker, die Chemnitzer Spieler drückten die Magdeburger tief in die eigenen Reihen zurück. Trainer Jens Härtel reagierte auf die Spielsituation und brachte in der 60. Spielminute den defensiveren Niklas Brandt für Lars Fuchs. Der aufgebrachte Fuchs musste noch Minuten nach seiner Auswechslung von Sportdirektor Mario Kallnik auf der Spielerbank beruhigt werden.

Trotz der Überlegenheit der Chemnitzer stand der 1.FCM sicher und ließ keine gravierenden Torchancen zu. Nur bei Standardsituationen durch Anton Fink oder Debütant Matti Steinmann wurde der CFC gefährlich. Dafür sorgte die erste wirkliche Entlastung der Magdeburger in der zweiten Hälfte für die Entscheidung. In der 77. Minute landete ein langer Abstoß von Torhüter Glinker bei Manuel Farrona-Pullido, der sofort in die Mitte zog und den Ball weiter zu dem eingewechselten Brandt schob. Brandt wurde nicht konsequent angegriffen und nahm sich aus gut 25 Metern ein Herz und verwandelte das Spielgerät unhaltbar in die untere linke Ecke. Der CFC warf noch einmal alles nach vorne und hatte in der 89. Minute noch Pech, als Felix Schiller Stürmer Ronny König freistehend fünf Meter vor dem Tor von hinten elfmeterreif foulte, die Pfeife von Schiedsrichter Daniel Sieber aber stumm blieb. Auch die drei Minuten Nachspielzeit brachten nichts mehr ein, sodass der 1.FCM einen 2:0 Sieg im eigenen Stadion gegen den Tabellennachbarn Chemnitzer FC feiern konnte und nun ungeschlagen von der Tabellenspitze grüßt.

elbsport.com / Nicolas Stange

Foto: Oliver Wiebe

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