Maik Franz: Der eisenharte Verteidiger

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In der Bundesliga galt er als einer der verbissensten Spieler überhaupt. Die einen liebten ihn, die anderen verachteten ihn. So richtig in Fahrt kam die Karriere von Maik Franz während seiner Zeit beim 1. FC Magdeburg. elbsport.com blickt auf seine Karriere zurück.

Maik Franz:  Heute ist der Name ein Inbegriff des eisenharten Verteidigers, der mit allen Mitteln, erlaubt und unerlaubt, die gegnerischen Stürmer am Torerfolg hindert. Erst beim VfL Wolfsburg, dann beim Karlsruher SC, später bei Eintracht Frankfurt und Hertha BSC: stets gilt Franz als einer, dem die Gegenspieler möglichst aus dem Weg gehen. Doch vor der Zeit, in der jeder Fussball-Interessierte in Deutschland den Namen Maik Franz kennt, spielt der Defensivspieler für den 1. FC Magdeburg.

Als Youngster holt ihn der damalige A-Jugendtrainer Matthias Pape von Germania Halberstadt an die Elbe. Sofort schlägt Franz ein – zunächst bei den A-Junioren, später in der ersten Mannschaft. Nachdem er dem FCM 2001 zum Regionalliga-Aufstieg verhilft, lockt ihn der VfL Wolfsburg und die Blau-Weißen können ihr Talent nicht länger halten.

Spätestens in seiner Zeit beim Karlsruher SC fällt er immer öfter durch seine vielen Fouls und seine verbale Aggressivität auf. Für seine Unterstützer ist das pure Leidenschaft und Willensstärke, für  die Gegner und deren Fans ein ist er Rüpel, der sich nur mit unfairen Mitteln zu helfen weiß. Mario Gomez nennt ihn beispielsweise nach einem Spiel „Arschloch“. Fest steht: Maik Franz polarisiert wie nur wenige andere Spieler in der Bundesliga.

Karriere endet bei Hertha

Seine Karriere endet schließlich bei Hertha BSC, wo er eine schwere Zeit durchmacht. „Rein sportlich war der Wechsel nach Berlin das schlimmste, was mir hätte passieren können“, erklärt er in einem Interview mit 11Freunde. „Ich kam schon angeschlagen zur Hertha, nach zwei Spielen brach ich mir die Nase. Als ich wieder fit war, hatte das Team gerade einen Lauf und ich war erstmal draußen. Ich habe mich herangekämpft und wieder gespielt, dann riss mir das Kreuzband: Acht Monate Pause und der nächste Abstieg auf der Couch. Als ich in der Zweiten Liga wieder fit war, verletzte ich mich schwer an der Schulter – wieder fünf Monate Pause“.

Im Mai 2014 einigen sich Franz und Hertha auf eine Auflösung seines Vertrages. Eine Entscheidung, mit der Franz lange hadert: „Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen und wurde dennoch degradiert“. Zunächst glaubt er noch an sein Comeback. „Ich möchte nicht, dass meine Karriere so zu ende geht“, erklärt er Ende 2014. Doch schließlich sieht er selber ein, dass sein lädiertes Knie den Strapazen nicht mehr standhalten kann. Im Januar 2015 schreibt er auf Facebook: „Mein Knie wird den Anforderungen des Profifußballs nie wieder gewachsen sein. Ab heute bin ich also Sportinvalide und muss somit mein Karriereende verkünden.“

Zuletzt war nun von einer Rückkehr als Verantwortlicher zum KSC die Rede. „Ich würde gerne zum KSC zurückkehren, das ist der Verein, bei dem ich mir eine zweite Karriere am meisten wünschen würde“, erklärte er gegenüber Sport1. Auch ein Engagement beim FCM scheint nicht komplett ausgeschlossen.

elbsport.com / Mattis Nothacker

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