Mit neuem Trainer ins „Spiel des Jahres“

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Für den SCM ist es das bedeutendste Spiel der Saison: das Pokalviertelfinale gegen Frisch Auf Göppingen. Führen wird die Mannschaft jedoch nicht mehr Geir Sveinsson. Der neue Trainer Bennet Wiegert soll die Mannschaft nur ein Tag nach seinem Amtsantritt emotional aufrütteln und ins Final-Four führen – es gibt leichtere Unterfangen.

Magdeburg – Ab und an wird beim SCM zu „außerordentlichen Pressekonferenzen“ geladen. In dieser Spielzeit war das bislang zwei Mal der Fall: auf der ersten PK lag das an einer außerordentlichen Neuverpflichtung:  der sofortige Wechsel von Nemanja Zelevonic wurde bekannt gegeben. Die zweite fand nun am Dienstag statt, wieder ein Wechsel, doch ein deutlich schwerwiegenderer, war der Grund: Trainer Geir Sveinsson wird mit sofortiger Wirkung beurlaubt.

Es ist eine Nachricht, die erst einmal sitzt: Sveinsson, der die Mannschaft in der vergangenen Saison so hervorragend formte, dem ständig eine so gute Menschenkenntnis attestiert wurde, dessen Vertrag erst im Sommer verlängert wurde, ist nach einem guten Jahr nun wieder weg. Es ist aber auch eine Nachricht, die von den meisten Fans positiv aufgenommen wird. In den letzten Partien stieg der Unmut bei den Anhängern immer weiter an, sogar bei Siegen gab es Pfiffe von den Rängen. „Wir haben es in keinem Spiel geschafft, 60 Minuten das abzurufen was wir auch an Qualität haben“, sagte Steffen Stiebler, sportlicher Leiter des SCM. „Wir waren vor der Saison zu 110 Prozent überzeugt, dass wir den nächsten Schritt machen können mit der Qualität der Mannschaft. Leider ist das in der Form nicht eingetreten“. Die Konsequenz: Auf der Pressekonferenz wie der Bank ist sein Nebenmann nun ein anderer: Bennet Wiegert, bisher Trainer der zweiten Mannschaft.

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Geir Sveinsson ist nicht mehr Trainer beim SCM.

„Keine Interimslösung“

SCM-Geschäftsführer Mark-Henrik Schmedt betonte immer wieder, dass Wiegert keine Interimslösung ist: „Er ist Trainer, ganz einfach“. Unterstützt wird er dabei von Tomas Svensson, der nach seiner bisherigen Rolle als Torwarttrainer nun eine Co-Trainer-Funktion übernehmen soll. „Ich muss mich bei den Gremien des SC Magdeburg für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken“, sagte Wiegert. „Das ist nicht alltäglich in diesem Geschäft, dass man nicht auf einen gestandenen Namen setzt. Ich bin 33 Jahre alt, kann noch eine Menge lernen, trotzdem traue ich es mir durchaus zu, die Mannschaft zusammen mit Tomas Sveson zu betreuen“.

Eines bekommt Wiegert überhaupt nicht: Zeit. Am Mittwoch schon geht es ausgerechnet im „Spiel des Jahres“ (Stiebler) in der Arena an der Berliner Chaussee gegen Frisch Auf Göppingen um den Einzug ins Final Four. Gegen jene Mannschaft also, die Magdeburg erst vor wenigen Tagen mit 32:24 gedemütigt hatte. Wiegert betont, dass er natürlich in der wenigen Zeit nichts grundlegendes verändern kann, will die Mannschaft aber emotional wachrütteln. Schmedt erlebte die Spieler beim ersten Training unter Wiegert bereits als „erleichtert“, „es war eine Aufbruchsstimmung zu spüren“, befand er.

Die Verletzungssorgen gehen derweil weiter. Im linken Rückraum gesellt sich zu den Ausfällen von Andreas Rojewski und Jure Natek nun möglicherweise auch noch Zemanja Zelevonic. Neben Alexander Saul könnte sogar ein Rechtshänder auf der Position zum Einsatz kommen, verriet Wiegert.

elbsport.com / Mattis Nothacker

Foto: Nothing Else. But Handball

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