Mit Schwung in die englische Woche

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Die Feierlichkeiten des Derby-Sieges gegen Halle sind vorbei, die nächste Aufgabe steht bevor. Der 1. FC Magdeburg reist am Freitag zum Tabellen-16. Werder Bremen II. „Wir fahren nach Bremen, um dort zu gewinnen“, erklärt FCM-Trainer Jens Härtel. Für Razeek rückt wohl Pulido in die Startelf.

Magdeburg – Nach dem euphorisch gefeierten 2:1-Derbysieg gegen den Halleschen FC geht der Liga-Spielbetrieb beim 1. FC Magdeburg weiter. Am Freitag (19:00 Uhr) gastiert das Team von Jens Härtel bei den Amateuren des SV Werder Bremen.

Die Freude über den Erfolg gegen den Erzrivalen hält bei Spielern wie Fans an und könnte die Mannschaft durch die kräftezehrende englische Woche tragen, die nun mit der Partie gegen Bremen beginnt. Nur vier Tage später empfängt der FCM den Chemnitzer FC, in einer Woche geht es dann zu Fortuna Köln. „So eine englische Woche ist natürlich nicht ganz so einfach“, erklärt FCM-Coach Jens Härtel. „Gerade zwischen den beiden Spielen in der nächsten Woche wird das schon schwer. Wir trainieren deshalb jetzt auch nur noch ein Mal am Tag“.

Ex-Werderaner Schiller: „Bremen kann befreit aufspielen“

Erst einmal ist die volle Konzentration auf Werder Bremen II gerichtet. Die Youngster des Bundesligisten sind wie der FCM neu in der dritten Liga und rangieren auf dem 16. Platz der Tabelle. Am ersten Spieltag überraschten sie mit einem Auswärtssieg gegen Hansa Rostock, zuletzt mussten sie allerdings zwei Niederlagen gegen Energie Cottbus und Holstein Kiel einstecken. „Was man so hört und liest, ist den Bremern ihre Stärke in den letzten beiden Spielen ein bisschen abhandengekommen“, sagt Härtel. Im Februar diesen Jahres testete sein Team bereits gegen Werder und verlor nach 0:2-Führung noch mit 2:3. „Die Jungs von Bremen können und wollen alle kicken“, meint Härtel.

Für Magdeburg geht es nun also schon wieder gegen die Zweite einer Bundesliga-Mannschaft. Am zweiten Spieltag verspielten die Elbstädter gegen den FSV Mainz 05 II eine 2:0-Führung und konnten sich am Ende über das 2:2-Unentschieden sogar noch glücklich schätzen. „Zweite Mannschaften sind immer spielerisch stark“, weiß Magdeburgs Abwehrchef Felix Schiller. „Die können befreit aufspielen und stehen nicht unter Druck“. Der 25-Jährige spielte von 2008 bis 2011 selber an der Weser: „Ich kenne aber nur noch ein, zwei Spieler dort, großen Kontakt gibt es nicht mehr“.

Pulido für Razeek in die Startelf?

Personell wird es bei den Magdeburgern wohl keine großen Änderungen geben. Neuzugang André Hainault, der nach seinem Patzer zum 0:1 eine solide Partie gegen Halle machte, spielt aller Voraussicht nach wieder für den am Sprunggelenk verletzen Michel Niemeyer auf der linken Abwehrseite. Für den gelb-rot-gesperrten Ahmed Waseem Razeek rückt wohl Manuel Farrona-Pulido in die Startelf. Nachdem er im Eröffnungsspiel gegen Erfurt in der Startaufstellung stand, saß Pulido in den letzten beiden Spielen auf der Bank. Härtels Hauptkritikpunkt war seine schwache Defensivarbeit. „Er ist sehr bemüht“, sagt Härtel. „Das Defensivverhalten ist für ihn völliges Neuland. In Nordhausen hatten sie eine andere Art zu spielen, jetzt befindet er sich in einem Prozess, der andauern wird. Dass er im Moment noch nicht fünf, sechs Bälle pro Halbzeit erobert, ist klar“. Im Training wurde Pulido bei der Abwehrarbeit bereits bestens von André Hainault verbal unterstützt, der ihn von hinten Anweisungen gab. Bei den Trainingsspielen machte es auch den Anschein, als ob Pulido der Favorit für den Startelf-Einsatz ist. Die Alternativen wären Nicolas Hebisch, der in den ersten beiden Partien von Anfang an spielte und Kevin Kruschke, der gegen Halle eingewechselt wurde und einige gute Aktionen hatte.

Steffen Puttkammer drängt ebenfalls in die Mannschaft. Jens Härtel ließ bei der Pressekonferenz anklingen, dass er den Routinier der letzten Saison gegen Halle auch von Anfang an hätte spielen lassen können. Ursprünglich scheint beim Derby eine Dreierkette geplant gewesen zu sein, mit den offensiv starken Nils Butzen und Michel Niemeyer auf den außen. Aufgrund der Verletzung von Niemeyer stellte er allerdings zurück auf eine Viererkette. Sollte es bei der Viererkette bleiben, wird Puttkammer aber wohl weiterhin auf der Bank Platz nehmen müssen, zu stark präsentieren sich im Moment Felix Schiller und Christopher Handke.

Die Zielstellung für die Partie ist klar. „Wir spielen immer auf drei Punkte“, sagt Härtel. „Manchmal ist man dann auch mit einem Punkt zufrieden, aber wir fahren nach Bremen, um dort zu gewinnen“.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Werder Bremen II: Wolf – Busch, Hüsing, Rehfeldt, Guwara – von Haacke, Fröde, Aycicek, Kazior – Lorenzen, Kobylanski

1. FC Magdeburg: Glinker – Butzen, Handke, Schiller, Hainault – Sowislo, Löhmannsröben – Pulido, L. Fuchs, T. Chahed – Beck

elbsport.com / Mattis Nothacker

Foto: Oliver Wiebe

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