Nach Remis in Kiel: Niemeyer fällt lange aus

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Der 1.FC Magdeburg muss weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison warten. In einem spielerisch hochklassigen Duell (0:0) gegen den Kieler SV Holstein erkämpfte sich die Mannschaft von Jens Härtel einen Punkt. Das torlose Remis verschärft jedoch erneut die Verletzungsmisere beim FCM: Defensivkraft Michel Niemeyer verletzte sich bereits nach wenigen Spielminuten.

Die Erleichterung war Jens Härtel nach Spielende ins geschrieben. Über 90 Minuten hatte sein Team einer der Spitzmannschaften der letzten Saison Paroli geboten. Dabei kamen die Magdeburger besonders in der ersten Halbzeit nur über kämpferische Elemente ins Spiel. Die Gastgeber, beflügelt vom aktuellen Aufwärtstrend, spielten stürmisch auf. Und überraschten damit die Magdeburger Defensive des Öfteren. Gerade zu Beginn eröffneten die Elbestädter durch Fehler im Spielaufbau den Gastgebern immer wieder Räume, die zu größeren Torchancen führten. Bereits in der ersten Minute war es allein einem stark reagierenden Jan Glinker zu verdanken, dass die Kieler nicht in Führung gingen. Gelegentlich sorgte die Offensiv-Abteilung für Entlastung, beispielsweise in Minute 13 und 28 als zunächst Manuel Farrona-Pulido und schließlich Niklas Brandt zum Abschluss kamen.

6.515 Zuschauer hatten sich an diesem Abend ins Holstein Stadion gefunden, davon rund 500 Gäste aus Sachsen-Anhalt. Neben den verletzten Nils Butzen und Lars Fuchs mussten die Magdeburger auch auf Jan Löhmannsröben verzichten. Er hatte nach einem taktischen Foul im letzten Spiel gegen Cottbus seine fünfte gelbe Karte kassiert. Dafür erhielten die FCM-Youngsters Michel Niemeyer und Kevin Kruschke einen Platz in der Startelf. Zudem setzte Härtel wieder auf Silvio Bankert, der als Routinier die Abwehr zusammenhalten sollte.

Nach nur 25 Minuten musste Härtel jedoch erneut seine Defensive umstellen. Michel Niemeyer verletzte sich im Zusammenprall mit dem Kieler Stürmer Manuel Schäffler und konnte die Partie nicht mehr fortsetzen. Er wird dem FCM wohl längere Zeit fehlen; die vorläufige Diagnose lautet Innenbandriss. Für den erst 20-jährigen Niemeyer ist es die zweite schwere Verletzung binnen weniger Monate. Für ihn kam Tarek Chahed ins Spiel.

FCM nach der Pause besser im Spiel

Die Gäste aus Magdeburg spielten engagiert und zeigten eine enorme Laufleistung, kamen aber zunächst nur selten in den Strafraum der Kieler. Das änderte sich in der zweiten Halbzeit; zunehmend gewann die Magdeburger Elf an Spielanteilen und Einfluss auf das Spiel. Die Partie wurde nun ausgeglichener. Zwar hatten die Kieler noch immer einige hochkarätige Tormöglichkeiten wie in der 69. oder 86. Minute. Glinker jedoch war beide Male zur Stelle. Einmal rettete zudem das Aluminum. Der FCM hielt mit zunehmender Zeit auch spielerisch dagegen und hatte seine wohl beste Chance durch Kevin Kruschke in der 63. Minute.

Letztendlich blieb es bei einem 0:0. Während Jens Härtel die Teamleistung lobte, zeigte sich der Kieler Trainer Karsten Neitzel nach der Partie sichtbar genervt. Gegenüber dem MDR betonte er, dass man „enttäuscht vom Ergebnis“ sei. Das Ziel, den Ball über die Linie zu bringen, haben man „nicht geschafft“.

Für die Magdeburger geht es nun zum FSA-Pokalspiel (10. Oktober, 14:00) gegen den MSV-Börde. Zudem steht am 12. Oktober (18:30) ein Testspiel gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund auf dem Plan.

elbsport.com / Thomas Regniet

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