Nachschuss: Zeit für Regionalliga-Reform!

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In den Regionalligen gibt es ein seltenes Phänomen: noch nicht einmal für die Meister ist der Aufstieg sicher. Mindestens zwei der Erstplatzierten werden auch im kommenden Jahr viertklassig spielen. Ist das fair? Elbsport-Redakteur Nicolas Stange hat eine klare Meinung und bezieht Stellung.

Mit den Offenbacher Kickers qualifizierte sich am Wochenende die erste Mannschaft für die Aufstiegsrunde der fünf Regionalligen. Die Kickers steigen als Meister ihrer Staffel allerdings nicht direkt in die dritte Liga auf, sondern müssen sich zum Schluss einer herausragenden Saison noch mit den Meistern der anderen Regionalligen messen. Warum ist das so?

Seit der Saison 2012 sieht es der Modus vor, dass die Meister der fünf Regionalligen sowie der Zweitplatzierte der RL-Südwest in einer Relegation gegeneinander antreten. Das ist laut DFB die logischste, sportlichste und fairste Lösung. So sind die Anfahrtswege nicht zu weit und der Meister hat trotzdem eine gerechte Chance auf den Aufstieg in die dritte Liga. Doch ist diese Reform wirklich die beste und fairste Variante?

Drei statt fünf Regionalligen wäre erster Ansatz

Bei den Vereinen und vor allem den Fanlagern herrscht eine andere Sichtweise auf dieses System. Dass ein Regionalliga-Meister bei einer Niederlage nicht einfach auf der Strecke liegen bleiben darf, wird oft als erstes Argument genannt. So könnte auch eine Mannschaft, die die ganze Saison ihre Staffel dominiert hat, an der letzten Hürde der Relegation scheitern. Die ganze Saison würde so durch nur zwei Spiele zunichte gemacht.

Viele Vereine wünschen sich aus diesem Grund eine Reformänderung, die zugunsten der Meister ausfallen sollte. Eine mögliche Reduzierung der Regionalligen von fünf auf drei Staffeln ist ein erster Ansatz dafür. Ebenfalls nicht gern gesehen sind die vielen U-23-Teams der ersten und zweiten Bundesliga, die teilweise für Spiele mit unter 100 Zuschauern sorgen.

In näherer Zukunft wird sich die Reformumstellung erst einmal nicht ändern. Zumindest dürfen sich die Relegations-Qualifikanten und allen voran ihre Fans auf zwei weitere Spiele und ein wenig Drittliga-Atmosphäre freuen.

elbsport.com / Nicolas Stange

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