Nächster Rückschlag für den SCM

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Nach dem starken Auftritt gegen den HSV muss sich der SC Magdeburg in Wetzlar wieder geschlagen geben. 27:23 hieß es am Ende einer über lange Strecken ausgeglichenen und knappen Partie, in der am Ende wieder die Cleverness fehlte.

Wetzlar- Vier Spiele, drei Niederlagen. So lautet die enttäuschende Auswärtsstatistik des SC Magdeburg. Bis auf das erste Spiel in Lübbecke gingen die Spiele in Leipzig, Kiel und jetzt auch Wetzlar verloren. Dabei startete der SCM traumhaft in die Partie: Nach acht Minuten lag die Truppe von Geir Sveinsson nach Paraden von Dario Quenstedt und einigen guten Angriffen mit 4:1 vorne. Eine Vier-Tore-Serie brachte die Gastgeber dann zwischen den Minuten 13 und 21 von einem 4:6 Rückstand zum ersten Mal mit 8:6 in Führung. Nach Timeouts von beiden Trainern gestaltete sich die Partie bis zur Halbzeit ausgeglichen und die Gastgeber führten mit 13:11. Insgesamt waren es bei Magdeburg in der ersten Hälfte wieder zu viele Unkonzentriertheiten in der Offensive, die zu Fehlwürfen und Ballverlusten führten.

Die zweite Hälfte sah der ersten sehr ähnlich. Magdeburg machte in der Offensive viele Fehler und konnte so die der Gastgeber nicht ausnutzen, die ihrerseits keine besonders starke Vorstellung ablieferten. Andreas Wolf im Kasten der Hessen hielt mehr als ein Drittel der teilweise wirklich schwach platzierten Würfe. Das zeigt zum Beispiel die Statistik vom erfolgreichsten Torschützen des SCM an diesem Abend, Michael Damgaard. Er erzielte zwar sieben Tore, verbuchte aber auch acht Fehlwürfe und hat damit eine insgesamt schwache Quote. Wegen der straken Abwehr und dem inzwischen eingewechselten Jannick Green blieb der Zwei-Tore-Abstand jedoch lange Zeit bestehen. Magdeburg konnte sogar zwischenzeitlich zum 19:19 ausgleichen, doch schon kurz darauf lag man wieder mit 21:19 zurück.

Als es fünf Minuten vor Schluss in die heiße Phase der Partie ging, war der SCM sogar wieder auf ein Tor herangekommen. Trotz Unterzahl nach einer Zeitstrafe gegen Sohmann hielten Damgaard und Bezjak die Gäste in der Partie. Doch beim Stand von 25:23 nach 58 Minuten scheitert der auch ansonsten blasse Alexander Saul an Wolf und verursachte im Gegenzug auch noch einen 7-Meter, der die Niederlage des SC besiegelte.

Was läuft falsch?

Die internationalen Plätze rücken mit der Niederlage zunächst wieder in weite Ferne. 8 von möglichen 16 Punkten ist die magere Ausbeute nach acht Spielen und das Problem in der Offensive bleibt bestehen. Weder Damgaard noch Lemke konnten bisher im linken Rückraum glänzen, wo man letzte Saison schon mit Espen Lie Hansen unzufrieden war. Weber kann noch nicht an seine überragende letzte Saison anknüpfen und auch Spielmacher Bezjak wirkt nicht so kreativ, wie man das zuletzt von ihm gewohnt war. Es gilt nun eine Lösung für die Ideenlosigkeit und die Abschlussschwäche zu finden und das Ruder so herumzureißen. Hoffnung machen zumindest zwei Dinge: Dario Quenstedt und die Heimstärke. Zuhause verlor man bisher nur ganz knapp gegen die Löwen und Quenstedt zeigt im Tor bisher eine ganz starke Saison. Auf diese beiden Stützen kann man aufbauen und so zurück in die Spur finden. Am besten schon im Derby gegen die Füchse kommenden Freitag.

elbsport.com / Alexander Klarner

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