Nächstes Derby unter unterschiedlichen Vorzeichen

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Das eine Team hofft auf einen Befreiungsschlag nach der Blamage. Das andere Team will weiter oben dran bleiben. Die Vorzeichen vor dem nächsten Ost-Schlager in Chemnitz zeigen zwei grundverschiedene Saisonverläufe. Der 1.FC Magdeburg will nach dem Schock-Unentschieden gegen Werder Bremen II endlich konstante 90 Minuten Fußball spielen. Der Chemnitzer FC sucht nach der 2:5 Niederlage in Kiel nach einem Erfolgserlebnis im Negativtrend. 

“Hühnerhaufen”, “Angsthasen”, “peinlich” – so lautete das Resumé der Leistung des FC Chemnitz nach der beschämenden 2:5 Niederlage in Kiel. Man muss sich beim aktuellen Stand der Tabelle auf Abstiegskampf einstellen. Der Abwärtstrend durch die letzten drei Spiele (1:1 gegen Aalen; 0:1 gegen Rostock; 2:5 gegen Kiel) sieht Chemnitz von Platz 8 auf Platz 14 abstürzen. Auf den 18.Platz sind es lediglich 4 Punkte. Die Alarmglocken läuten in der Karl-Marx-Stadt und Trainer Karsten Heine gerät in die Kritik. Ein Befreiungsschlag muss her, ansonsten droht die Transferpolitik vom Sommer (sechs Zugänge, acht Abgänge) die Vereinsführung ebenfalls ins negative Rampenlicht zu rücken.

Knapp 2 Stunden Fahrt auf der A14 nördlich sieht es fußballerisch ganz anders aus. Der 1.FC Magdeburg ist seit sechs Spielen ungeschlagen und grüßt von Platz 4 der 3.Liga.  Mit 36 Punkten sind sowohl Aue (2.Platz mit 39 Punkten) als auch Großaspach (3.Platz mit 38 Punkten) für Magdeburg in Schlagdistanz. Trainer Jens Härtel lobt sein Team und kann lediglich mit dem Schlussphasen-Fußball seiner Mannschaft unzufrieden sein. Ansonsten ist die Ausbeute aus den ersten 23 Spielen im Profigeschäft besser als erwartet. Deswegen blickt man an der Elbe nach oben, da “nach dem Nichtabstieg alles möglich ist.”

Frahn und Fink gegen Beck und Ernst

Doch auch ein Blick auf den Kader des Gastgeber zeigt enorme Qualität. Auch wenn die letzten Ergebnisse nicht zufriedenstellend waren, spielt vor allem Stürmer Anton Fink eine gute Saison in Chemnitz. 10 Tore in 21 Spielen sind zwar nicht “Beck-Niveau”, aber der geborene Dachauer gehört dennoch zu den Besseren seiner Zunft. CFC Neuzugang Daniel Frahn kam in der Winterpause vom 1.FC Heidenheim. Im Vergleich zu seinem Pendant Sebastian Ernst kam der Ex-Heidenheimer nicht gleich zu einem Erfolgserlebnis im ersten Spiel. Dennoch hoffen die Chemnitzer, dass der geborene Potsdamer eine Liga tiefer Fuß fassen kann. In einem Spiel, welches der FCM mit den neuen Ambitionen gewinnen sollte, wird auch die Chemie zwischen Shooting-Star Ernst und Torgarant Beck ein Blick wert sein.

elbsport.com / Johannes Sill

Johannes Sill

Schreibt am liebsten Nachschüsse, trifft diese zeitweise auch auf dem Platz; hat die Liebe zum SSV Ulm noch nicht aufgegeben; vergibt gerne einfache Großchancen und macht dafür die schwierigen Dinger; "am Ende geht es nur um Klicks"; kämpft im echten Leben weiterhin um einen Profi-Vertrag als "Flügelflitzer"; ehemaliger Spieler der Orlando Pirates
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