Ohne Fuchs gegen die “Mannschaft der Stunde”

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In Spiel eins nach Lars Fuchs empfängt der 1. FC Magdeburg zum Auftakt des 32. Spieltags der 3. Liga die Mannschaft aus Aue. Das Team aus dem Erzgebirge stellt dabei mit nur 19 Gegentoren die beste Defensive der Liga und liegt aktuell nicht von ungefähr auf dem direkten Aufstiegsrang Zwei.

“Aue ist die Mannschaft der Stunde”, weiß Trainer Jens Härtel zu Beginn der Pressekonferenz vor dem Spiel deshalb den morgigen Gegner einzuschätzen. Gerade für das Abwehrverhalten der Veilchen findet der FCM-Übungsleiter lobende Worte: “Es ist eine sehr disziplinierte Mannschaft, in der alle sehr gut gegen den Ball arbeiten.” Allerdings hat Härtel auch gleich verraten, wie die Blau-Weißen dagegenhalten möchten: “Unser Plan wird sein, nicht zu kompliziert zu spielen und nicht in ihr Pressing und Gegenpressing reinzuspielen”, so der 46-Jährige, “sondern das schnell zu überspielen und mit genügend Leuten vorne da zu sein, um Torchancen zu kreieren.” Des Weiteren wolle man auf eine altbekannte Stärke der laufenden Saison zurückgreifen und die Standardsituationen nutzen, die sich im Laufe des Spiels ergeben werden. Bis auf die Langzeitausfälle Lukás Novy und Felix Schiller sowie natürlich Lars Fuchs, der nach neuerlicher Verletzung seine Karriere beendete, stehen dem Europapokalsieger von 1974 dabei alle Akteure zur Verfügung. An Unterstützung wird es den Spielern dabei nicht mangeln, denn der Heimbereich ist ausverkauft und wie Manuel Farrona-Pulido nochmals bestätigte, sei es ein zusätzlicher Motivationsschub, vor vollem Haus auflaufen zu dürfen.

Der Gast aus Westsachsen kommt dabei mit der bereits beschriebenen Defensivstärke an die Elbe, hat jedoch auf der anderen Seite für einen Aufstiegskandidaten eine nicht allzu gefährliche Offensive: Nur 30 Tore bedeuten gemeinsam mit dem Tabellen-18.(!) Stuttgarter Kickers den viertschlechtesten Wert der Liga. Selbst das Schlusslicht VfB Stuttgart II hat fünf Mal häufiger getroffen als der Tabellenzweite, Spitzenreiter Dresden mehr als doppelt so oft, der FCM traf insgesamt 40 Mal ins gegnerische Netz. Die besten Torschützen des dreifachen DDR-Meisters (1956, 1957, 1959) sind Angreifer Nicky Adler und Abwehrspieler Steve Breitkreutz mit je fünf Treffern. Dass das Team von Trainer Pavel Dotchev dennoch auf 54 Zähler und den zweiten Platz im Tableau kommt, zeugt davon, wie gut die Lila-Weißen darin sind, ereignisarme Spiele für sich zu entscheiden und geduldig auf die eigene Gelegenheit zu warten, um dann das Tor zu machen und das Spiel über die Zeit zu bringen. Des Weiteren soll nicht unerwähnt bleiben, dass die letzten beiden Partien eher untypisch für die Mannschaft verliefen: Einer deftigen 0:3-Niederlage in Kiel folgte ein überzeugender 4:0 Heimerfolg gegen Halle. Vielleicht können die Fans am Freitagabend im Heinz-Krügel-Stadion ja also doch auf ein paar Tore unter Flutlicht hoffen.

elbsport.com / Martin Leckelt

Fotos: Oliver Wiebe

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