Quenstedt mit Kampfansage an DHB-Torhüter

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Dario Quenstedt bestätigte am vergangenen Wochenende seine starke Saisonleistung. Im Tor der deutschen Nationalmannschaft gewann er 31:29 gegen die Österreicher um SCM-Spieler Robert Weber. Nicht nur hinten spielte der Magdeburger eine gute Partie, sondern erzielte sogar das erste Tor seiner Karriere. Beim Interview nach dem Spiel schickte er eine Kampf-Ansage an die Stammtorhüter Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach) und Silvio Heinevetter (Füchse Berlin). 

Im letzten Qualifikationsspiel der DHB-Auswahl für die Handball-EM in Polen durfte SCM Torhüter Dario Quenstedt zwischen die Pfosten. Das Spiel gegen Österreich, die im Gegensatz zum schon qualifizierten DHB-Team keine Hoffnungen mehr auf die EM hatten, war auf Freundschafts-Niveau. Vor allem das deutsche Team nutzte diese Chance und Cheftrainer Dagur Sigurdsson schickte seine bisher jüngste Sieben ins Spiel. Im Tor war dabei der nachnominierte Dario Quenstedt, seines Zeichens Torhüter des SC Magdeburg.

Szenenapplaus und erstes Tor

In der zweiten Halbzeit des Spiels bekam der Torhüter des SCM zeitweise Szenenapplaus. Nicht nur hinten zeigte sich Quenstedt, der seit seiner Jugend beim SCM spielt, sicher. In der 50. Minute gelang ihm sogar das erste Tor seiner Karriere. Die Österreicher, die während der zweiten Halbzeit mit siebtem Feldspieler spielten, waren zu langsam in der Rückwärtsbewegung. Die Nummer 44 des DHB-Teams nahm sich die Kugel und warf den Ball quer über das gesamte Spielfeld ins leere Tor. „Ich habe mich immer davor gedrückt ins leere Tor zu werfen, aber heute war das Tor wirklich frei. Ich hab‘ ne gute Wurftechnik und heute habe ich mich einfach mal getraut,“ sagte der glückliche Torhüter nach dem Spiel.

Kampfansage in Richtung der Konkurrenz

Getraut hat sich Quenstedt mit seinen Statements nach dem Qualifikationsspiel einiges. Obwohl er hinter Heinevetter und Lichtlein nur wenig Spielzeit und Ansehen besitzt, ließ er sich es nicht nehmen eine Kampfansage in Richtung der Veteranen los zulassen. „Wir [SC Magdeburg] sind nicht umsonst in der Liga auf Platz 4 gelandet. Die beiden haben ein Standing, ja, aber ich will natürlich angreifen“, ließ der Torhüter verlauten. Der 25-Jährige hat auf jeden Fall im Tor der Nationalmannschaft überzeugt. Für die Zukunft kann er mit weiteren Einsätzen für die DHB-Auswahl rechnen. Selbst in den Olympia-Kader 2016 könnte es Quenstedt mit einer weiteren guten Saison in Magdeburg schaffen.

elbsport.com / Johannes Sill

 

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