Kickers Offenbach unter der Lupe

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In den zwei wichtigsten Spielen der nahen Vergangenheit trifft der 1.FC Magdeburg am Mittwoch und Sonntag auf die Kickers Offenbach. Der Meister der Regionalliga Nord-Ost steht dem Meister der Regionalliga Südwest gegenüber, der Gewinner aus Hin- und Rückspiel darf in die 3. Liga. Im Gegensatz zum FCM gewannen die Hessen ihre Liga souverän mit 10 Punkten Vorsprung. Ein Blick auf Kader und Trainer verrät die Qualitäten der Kickers. 

Magdeburg – Trainer Jens Härtel sieht sich seiner schwersten Aufgabe seit Amtsbeginn gegenüber. Er soll den 1. FCM in die 3. Liga führen. Dort warten andere Ost-Traditionsvereine wie Halle, Dresden und Rostock. Der Gegner, der zwischen dem Wiedersehen der Vereine steht, ist jedoch kein schlechter. Die Euphorie in der Mainstadt kennt keine Grenzen. Das Sparda-Bank-Hessen-Stadion in Offenbach ist für das Rückspiel (Sonntag, 31. Mai,14 Uhr, live im MDR) restlos ausverkauft. Circa 20.000 Zuschauer werden im Rückspiel darauf hoffen, dass ihre Kickers den Aufstieg klar machen.

Daheim ungeschlagen, aber auswärts nicht unschlagbar

Für den Trainerstab des FCM muss im Heimspiel (Mittwoch, 27.05, 19 Uhr, live im MDR) ein Sieg her, da die Gegner aus Offenbach auswärts schlagbarer sind. Die einzigen drei Niederlagen, die die Mainstädter in der Regionalliga Südwest einstecken mussten, waren alle außerhalb Offenbachs. Nur 1,88 Punkte holten die Kickers im Durchschnitt fernab des eigenen Rasens. Im Sparda-Bank-Hessen-Stadion lag der Wert bei 2,76 Punkten pro Spiel signifikant höher. Auch die Tore unterstreichen die Auswärtsschwäche. In Offenbach erreichten die Rot-Weißen ein Gesamttorverhältnis von 34:8 Tore, in den anderen Stadien nur 21:14.

Für den FCM heißt das: Daheim muss ein Sieg her, sonst wird es in Offenbach brenzlig. 

Aus dem 4-1-4-1 sind vor allem zwei Spieler gefährlich

Taktisch ist der OFC sowohl in der Verteidigung als auch in der Offensive Ligaspitze der Regionalliga Südwest. Trainer Rico Schmitt, vorher verantwortlich für VfB Fortuna Chemnitz und Erzgebirge Aue, spielte die ganze Saison über mit einem 4-1-4-1-System. Die Devise hieß, hinten sicher stehen und vorne richten es zwei Top-Spieler. Sowohl Mittelstürmer Markus Müller als auch Christian Cappek, der im linken Mittelfeld agiert, markierten jeweils 15 Tore in der regulären Saison. Kein weiterer Spieler der Offenbacher traf das Tor mehr als sechs Mal – nächster Spieler neben dem gefährlichen Duo war Martin Röser (rechtes Mittelfeld).

Für den FCM heißt das: Wenn man das Sturm-Duo stoppen kann, sieht es sehr gut aus.

Am letzten Spieltag der Liga: Schongang gegen Start-Aufstellung

Beide Teams standen am letzten Spieltag schon als Meister fest. Somit war für den FCM wie den OFC Schaulaufen an der Tagesordnung. Beide Mannschaften verloren ihre Spiele (Offenbach bei Hessen Kassel mit 0:1; der FCM zuhause gegen Viktoria Berlin mit 1:2). Der Unterschied: Magdeburg spielte mit nahezu der Aufstellung der Relegation, wohingegen die Kickers ihre Spieler schonten.

Für den FCM heißt das: Die ganze Saison über für diese zwei Spiele gekämpft, jetzt alles oder nichts. 

Traditionsverein Ost gegen Traditionsverein West, Christian Beck gegen Cappek und Müller, Rico Schmitt gegen Jens Härtel oder einfach nur Magdeburg gegen Offenbach: Es wird ein denkwürdiges Duell. Die dritte Liga ruft. Nur wen?

elbsport.com / Johannes Sill

 

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