Showdown am Krisenherd

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csurgoi sliderHeute Abend findet in Ungarn das Rückspiel zwischen dem Csurgoi KK und dem SC Magdeburg in der 3. Runde des Europapokals statt. Beide wollen in die Gruppenphase einziehen, die Nähe zur ungarisch-kroatischen Grenze steigert vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise zusätzlich die Brisanz.

Einen Fünf-Tore-Puffer erspielten die Magdeburger sich beim Heimspiel vor einer Woche. 42:37 lautete das Endergebnis. Das Fazit: Starke Offensive, Totalausfall in der Defensive. Das soll dieses Mal besser werden. Steffen Stiebler sagte der Vereinswebsite vor der Partie: „Wir müssen uns deutlich steigern gegenüber dem 42:37-Sieg im Hinspiel. Besonders unser Abwehrverhalten in Verbindung mit dem Torwart verbessern. Mit schnellem Rückzug ist es ganz wichtig, die schnelle Mitte des Gegners zu verhindern. Da haben die Ungarn viele einfache Tore in Magdeburg gemacht.“

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Der Magdeburger Hintermannschaft steht ein hartes Spiel bevor.

Beim Spiel gegen Hannover hat das auf jeden Fall deutlich besser funktioniert. Dario Quenstedt hielt mit einigen guten Paraden den Sieg fest und auch die Abwehr stand sehr kompakt und zwang Hannover zu sehr vielen Würfen aus dem Rückraum. Wenn die Defensive wieder eine ähnliche Leistung abliefert und Michael Damgaard wieder einen so starken Abend erwischt wie im Hinspiel, dann sollte das Weiterkommen gelingen. Nur unterschätzt werden darf das Team aus Ungarn nicht, denn die Ambitionen vor dem eigenen Publikum sind groß. Torwart Szekely verkündete, das Spiel auf jeden Fall gewinnen zu wollen und auf der Vereinshomepage werden die gute Anfangs- und Schlussphase aus dem Hinspiel als Grundlage für einen Heimsieg und das Weiterkommen angeführt.

Brisant ist das Duell natürlich besonders deshalb, weil Csurgo nur wenige Kilometer von der Grenze zwischen Ungarn und Kroatien entfernt ist, welche Ungarn vor einiger Zeit für Flüchtlinge geschlossen hat. Direkte Auswirkungen auf das Spiel hat dies selbstverständlich nicht, dennoch könnte ein komisches Gefühl bei den Spielern vorherrschen. Das Spiel findet wegen Umbauarbeiten allerdings nicht in Csurgo selbst statt, sondern im einige Kilometer entfernten Nagyatad.

elbsport.com / Alexander Klarner

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