Städtecheck: Magdeburg und Halle im Vergleich

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Bereits einen Tag nach Verkaufsstart war das Sachsen-Anhalt Derby zwischen dem Aufsteiger FC Magdeburg und dem Halleschen FC ausverkauft. Das Spiel wird am Sonntag, den 16.08.15, ab 14 Uhr vor ’nur‘ 21.500 Fans (statt 25.700) ausgetragen, da es vom DFB aufgrund von Auseinandersetzungen in den letzten Jahren zum Hochssicherheitsspiel erklärt wurde. Doch welche der beiden Städte dominiert außerhalb des Fußballs? elbsport.com zieht einen Vergleich.

Magdeburg – Zwischen den beiden Städten Magdeburg und Halle, die nur knapp 100 km voneinander entfernt liegen, herrscht schon seit vielen Jahren eine große Rivalität, die auch über den Bereich Fußball hinaus geht. Nachdem Halle nach der Wende 1990 den Landeshauptstadtstitel an Magdeburg verlor, verschlechterte sich zunehmend das Verhältnis zwischen den zwei größten Städten Sachsen-Anhalts und dies übertrug sich dann auch immer mehr auf den Ballsport. Halle ist zwar mit 231.565 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Bundeslandes, Magdeburg konnte aber aufgrund seines Entwicklungspotentials überzeugen und somit den Regierungssitz in den Norden ziehen.

Städte mit Kultur

Beide Städte bieten attraktiven Sehenswürdigkeiten und werden so auch zu einem immer beliebteren Ziel für Touristen. Magdeburg ist bekannt für seinen Dom, der schon seit über 800 Jahren Wahrzeichen der Stadt ist. Auch das Hundertwasserhaus, der Jahrtausendturm und das Wasserstraßenkreuz gehören zu den Plätzen, die die Stadt auszeichnen. Außerdem wirbt die Landeshauptstadt mit ihrem historischem Erbe, indem sie sich seit 2010 als ‚Ottostadt Magdeburg‘ präsentiert. Bezogen ist der Slogan auf die Persönlichkeiten Otto von Guericke und den ersten römisch-deutschen Kaiser Otto den Großen, die die Geschichte der Stadt maßgeblich geprägt haben.

Halle dagegen überzeugt mit seinen Wahrzeichen, der Marktkirche und dem Roten Turm. Auch die Neue Residenz, die Landesbibliothek und das Stadthaus zählen zu den gern besuchten Orten, welche auch auf die historisch prägende Wirkung Martin Luthers in der Saalestadt hinweisen.

Studenten fühlen sich wohl

Insgesamt gibt es ca 40 000 Studenten in den zwei größten Städten Sachsen-Anhalts, davon studieren ungefähr 22 000 in Halle. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittemberg sowie die Kunsthochschule Burg Giebichenstein bieten mit vielfältigen und zahlreichen Studiengängen eine attraktives Angebot zum studieren in der Saalestadt. Und auch das Studentenleben außerhalb der Universität wird in der Kulturhaupstadt groß geschrieben: Ob Kneipe, Kino oder Radtour im Grünen – Jedem wird etwas geboten.

Die Landeshauptstadt hat mit 18 000 Studenten etwas weniger als Rivale Halle, überzeugt aber auch mit der Otto-von-Guericke Universität und der Hochschule Magdeburg-Stendal. Beide haben einen einladenden Campus, ein großes Studienangebot und außerdem viele idyllische Parks und Grünflächen zu bieten, denn davon gibt es in der zweitgrünsten Stadt Deutschland genug.

Wer hat das bessere Stadion?

Zur Zeit liegt der 1. FC Magdeburg mit 4 Punkten (Sieg gegen Erfurt und Unentschieden gegen die Mainz II) auf Platz 7, der Hallesche FC konnte bisher allerdings noch keinen Sieg (Niederlage gegen Cottbus und Kiel) einfahren und befindet sich somit auf Platz 19 der dritten Liga. Beide Stadien sind immer gut gefüllt, ein großer Unterschied ist jedoch die Größe der Wettkampfstätten. Magdeburg überzeugt eindeutig mit der größeren Arena, in der 25.700 Menschen Platz finden. Der Erdgas-Sportpark in Halle erfasst eine Kapizität von 15.000 Zuschauern. Somit wurde auch mehr Geld in die MDCC-Arena investiert, die insgesamt 31 Millionen Euro gekostet hat. Das Stadion in Halle war kostengünstiger, ist aber moderner, da es erst 2011 gebaut wurde. Zweifellos ist aber auch die MDCC-Arena aus dem Jahre 2006 sehenswert und überzeugt mit ihrer Größe.

elbsport.com / Johanna Gill, Anna Lorenz

Fotos: Doris Antony / wikipedia (Fenchelkiwi1)

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