Trifft Beck gegen die Auswärtskönige?

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Nach der unglücklichen Niederlage beim Rivalen in Dresden empfängt der 1.FC Magdeburg  am Samstag mit den SC Preußen Münster den nächsten Großkaliber in der heimischen MDCC-Arena. Mit einen Sieg gegen die Adlerträger hat die Härtel-Elf die Möglichkeit, den Vorsprung auf die Abstiegsplätze weiter auszubauen. Dafür brauchen sie vor allem einen Stürmer, der das Tor wieder trifft.

Magdeburg –  Ein Sieg, drei Unentschieden und eine Niederlage – die Bilanz aus den letzten 5 Spielen hört sich für den 1.FCM  nicht besonders stark an. Allerdings spiegelt diese Bilanz nicht die aktuelle Form der Bördestädter wieder. Nachdem man im letzten Heimspiel gegen SV Wehen-Wiesbaden bereits ein starkes Spiel ablieferte, zeigte der Europapokalsieger von 1974 auch letzte Woche in Dresden eine gute Leistung. Leider wurde diese tolle Leistung beim Erzrivalen nicht mit einen Punktgewinn belohnt. Mit nunmehr 21 Zählern und sechs Punkten Rückstand auf den dritten Tabellenplatz, aber auch sechs Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, befinden sich die Magdeburger nach 15 Spielen im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Da in der 3.Liga das Leistungsniveau sehr eng beieinander liegt und jeder jeden schlagen kann, zählt jeder Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Bis auf Jan Löhmannsröben, der sich  noch von einen grippalen Infekt erholt, kann Trainer Jens Härtel auf die gesamte Breite seines Kaders zurückgreifen. Publikumsliebling Lars Fuchs wird wahrscheinlich auch gegen Münster zunächst auf der Bank Platz nehmen. Nachdem man im letzten Spiel noch „ zu viele einfache Fehler“ gemacht hat fordert der Trainer von seiner Mannschaft mehr Effektivität, vor allem in der Offensive. Dort läuft FCM-Torjäger Christian Beck seiner bestechenden Form aus der Vorsaison und der Anfangsphase der 3.Liga hinterher. Seit vier Spielen wartet der Angreifer auf einen Treffer. Sein letztes Erfolgserlebnis hatte der Stürmer im Heimspiel gegen Energie Cottbus, wo er beide Treffer beim 2:2-Unentschieden gegen die Lausitzer erzielte. An seiner aktuellen Durstphase sieht man, wie wichtig der Stoßstürmer für den 1.FCM ist.

Die Historie – Es fehlt die Entschlossenheit für den nächsten großen Schritt

Der Sportclub Preußen aus Münster wurde am 06.April.1906 gegründet und stand 1951  im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, welches jedoch mit 2:1 gegen den 1.FC Kaiserslautern verloren wurde. Im Jahr 1963 waren die Westfalen Gründungsmitglied der Bundesliga, stiegen jedoch nach einer Saison im Fußball Oberhaus direkt ab. In den folgenden Jahren entwickelten sich die Münsteraner zur einen Aufstuhlmannschaft zwischen Zweit- und Drittklassigkeit. Im Jahr 2006 mussten die Fans aus Münster mit den Abstieg in die Oberliga den bisher größten Misserfolg der Vereinsgeschichte ertragen. In der Saison 2010/2011 beendeten die Preußen als Tabellenerste die Regionalliga West und durften sich über ihre Rückkehr ins Profifußballgeschäft freuen. Nachdem man in der ersten Drittligasaison souverän die Klasse halten konnte, spielten die Adlerträger in den folgenden drei Spielzeiten lange Zeit um den Aufstieg mit. Allerdings ging den Münsteranern jeweils im letzten Saisondrittel ein wenig die Luft aus, wodurch eine Rückkehr in die Zweitklassigkeit gescheitert ist. Auch nach dem tollen Saisonstart in diesem Jahr spricht man in Münster nicht vom Aufstieg, Ziel ist nach wie vor ein Platz im vorderen Tabellendrittel.

Die Preußen – starker Saisonstart und Auswärts ungeschlagen

Der Gegner aus Münster steht zurzeit mit 28 Punkten aus 15 Spielen auf Platz 2 der Tabelle. Diese Tatsache hat das Team von Trainer Ralf Loose vor allem der starken Auswärtsbilanz zu verdanken: Mit 3 Siegen und 4 Unentschieden steht man auf Platz 3 der Auswärtstabelle. Besonders die neu formierte Viererkette der Preußen um Abwehrchef Marco Pischorn, konnte bisher besonders überzeugen. Die Adlerträger mussten in dieser Saison erst 12 Gegentreffer hinnehmen und stellen damit, nach dem FC Erzgebirge Aue und den Würzburger Kickers, die drittbeste Abwehr der Liga. Lediglich bei der schlechten Chancenverwertung der Westfalen finden wir das Haar in der Suppe, sodass sie sich noch nicht entscheidend gegen ihre Verfolger im Aufstiegskampf absetzen konnten. Nach zuvor 3 Unentschieden in Folge befinden sich die Münsteraner nach dem 2:0-Sieg zu Hause gegen Kiel wieder auf der Siegerstraße. Besonders Brisant ist jedoch die, wegen anhaltender Ausschreitungen, angespannte  Lage zwischen Verein und Fans. Am vergangenen Wochenende sperrte der Verein seine Fanblöcke. Somit kommt noch keine Euphorie über den positiven Saisonverlauf bei den Münsteranern auf.

Ausblick

Obwohl der Tabellenzweite aus Münster natürlich als Favorit in die Partie geht, muss sich die Härtel-Elf am Samstag auf keinen Fall verstecken. „Zuhause können wir jeden schlagen“ betont Manuel Farrona-Pulido, der in Dresden zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen hatte. Dafür müssen die Magdeburger jedoch eine Topleistung abliefern. Gegen die Westfalen, die seit vier Spielen kein Gegentor mehr kassiert haben, wird die Chancenverwertung ein entscheidender Faktor sein. Darüberhinaus muss es gelingen, die Offensiv Talente Mehmet Kara und Marcel Reichwein aus dem Spiel zu nehmen. Als 12. Mann werden auch diesmal wieder die Magdeburger Fans 90 Minuten lang hinter der Mannschaft stehen  Für das Topspiel am Samstag wurden bereits 13.500 Karten verkauft.

elbsport.com/Richard Leimbach

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