Unentschieden bei Chaos-Spiel in Rostock

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Der 1.FC Magdeburg erspielt sich beim Derby in Rostock einen Punkt. In der ersten Halbzeit des Spiels machen vor allem die Fangruppen Schlagzeilen. Das Spiel muss wegen Ausschreitungen auf den Rängen von der 11. Spielminute an unterbrochen werden. Erst nach 17 Minuten wird die Partie fortgesetzt. Nach dem Seitenwechsel fallen die Tore: Zwei Magdeburger treffen – Butzen ins falsche und Altiparmak sehenswert in das der Gastgeber.

Nebel senkt sich über das Spielfeld der Ostseestadion in Rostock. Spieler und Schiedsrichter verschwinden im dunklen Rauch. Fußballspielen wird unmöglich. Nicht das Wetter, das einem an der Ostsee gerne mal einen Strich durch die Rechnung macht, ist Grund der Unterbrechung. 17. Minuten lang wird das Derby zwischen Magdeburg und Rostock unterbrochen. Nach 11 Minuten sieht sich Schiedsrichter Jablonski gezwungen das Spiel vorerst zu beenden und die Teams in den Kabinengang zu schicken. Davor gab es keine nennenswerten Torchancen, die Mannschaften tasten sich ab.

Einzig der Kampf auf den Rängen ist nennenswert. Beide Fanlager, nur durch einige Meter Pufferzone voneinander getrennt, geizen nicht mit Pyrotechnik, Feuerwerkskörpern und Anfeindungen. Zwischenzeitlich gibt es Feuer im Gästeblock. Rostocker Fans versuchen sich Zugang zum Magdeburger Block zu verschaffen. Die Einsatzkräfte müssen einschreiten und der Stadionsprecher bittet um Vernunft. Diese kehrt nach einer knappen Viertelstunde ein und es wird wieder Fußball gespielt.

1. Halbzeit – Bissig, aber nicht hochklassig

Nach der Unterbrechung finden beide Teams nur schwer ins Spiel. Einen weiten Pass aus der eigenen Hälfte von Butzen kann Beck nicht verwerten. Diese Chance in der 25. Minute – respektive der 7. Minute des Spiels – hat Seltenheitswert. Der FCM hat zwar mehr Ballbesitz und kann durch Pressing die Gastgeber beim Aufbauspiel stören, aber gute Tormöglichkeiten springen nicht heraus.

Gefahr für das Tor von Marcel Schuhen strahlen lediglich die Einwürfe von Löhmannsröben aus. In der 37. Minute erzielt der FCM ein irreguläres Tor. Die Abseitsstellung der Magdeburger Offensiv-Abteilung erkennt der Schiedsrichter, der bei vielen kleinen Fouls pfeifen muss, richtig. Nach sage und schreibe 17. Minuten Nachspielzeit geht es in die Pause.

2. Halbzeit – Rostock drückt, zwei FCM Spieler treffen

Wie ausgewechselt kommen die Gastgeber der Hansa aus der Kabine. Die entscheidenden Zweikämpfe im Mittelfeld, die im ersten Spielabschnitt zumeist an die Gäste gingen, werden nun von den Hausherren dominiert. Drei Minuten nach Wiederanpfiff kommt Stürmer Perstaller allein vor Glinker zum Schuss. Den ersten Ball kann FCM-Keeper Glinker zwar noch parieren, aber Nils Butzen bekommt den Querschläger nicht unter Kontrolle und das Leder landet im Tor. Unglücklich für den Verteidiger, der sich davor und im weiteren Spielverlauf keine Fehler leistete. Nach dem Eigentor schwimmt der FCM in der Abwehr. Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit gehören den Gastgebern.

Die 67. Minute bringt das Ende der Sturm und Drang Phase der Rostocker. Heißsporn Erdmann sieht seine 7. Gelbe Karte dieser Saison. Nach dem klaren Foul an Beck ergibt sich für den FCM eine gute Freistoßmöglichkeit. Altparmak nimmt sich dieser an und zirkelt das Leder aus knapp 25 Metern in den rechten Knick. Ein Traumfreistoß des Neuzugangs aus der zweiten türkischen Liga. Seine letzte Aktion, da Jens Härtel ihn, trotz des überragenden Treffers, gegen Chahed austauscht.

Die letzten 20 Minuten bleiben von großen Torchancen auf beiden Seiten verschont. Die Gastgeber können in der 75. Minute und in der 86. Minute, in der Glinker nachfassen muss, Torgefahr ausstrahlen. Mehr gibt es in einem zerfahrenen und kampfbetonten Spiel nicht zu sehen. Beide Teams können am Ende mit der sportlichen Punkteteilung zufrieden sein.

elbsport.com / Johannes Sill

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