Was ist eigentlich mit? – Der provokante Tunesier

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In dieser Serie blicken wir zurück auf ehemalige Spieler des 1. FC Magdeburg und zeigen euch, was sie nach ihrer Karriere beim FCM gemacht haben. In der ersten Ausgabe von „Was ist eigentlich mit?“ schauen wir auf Najeh Braham, der durch seine provokante Art Kultstatus erreichte.

Sein Name: Najeh Braham. Seines Zeichens tunesischer Nationalspieler, der wohl wie kaum ein anderer Fußballer in Magdeburg und Umgebung polarisiert hat. Während seiner kurzen Zeit beim FCM (2008-2009) erlangte er Kultstatus. Damals gab es niemanden, der so provokant aber trotzdem so beliebt war wie Najeh. In der Winterpause der Saison 2007/08  kam Najeh Braham zum 1. FC Magdeburg. Sein Vertrag, der nur bis zum Ende der Saison galt, wurde trotz des Nichtaufstiegs in die neue dritten Liga bis 2010 verlängert.

Jedoch musste er schon am Ende der Saison 2009 den Verein wieder verlassen. Ein Grund dafür war wohl seine provokante, aber auch kämpferische Art. Mit Aktionen wie seinem legendären Ausspruch „kämpfen bis Tod“, erreichte er große Beliebtheit. Sein Jubel vor Halle Fans nach dem gewonnen Landespokalfinale im Jahr 2009 ist legendär unter FCM Fans.

Nach dem FCM: In die dritte Liga, aber vom Pech verfolgt

Nachdem sein Vertrag am Ende der Saison aufgelöst wurde, wechselte Braham zum damaligen Dritt-Ligisten Erzgebirge Aue. Dort war er mit 11 Toren in 25 Spielen zweitbester Torschütze der Mannschaft. Braham hatte damit einen großen Anteil am Aufstieg der Auer. Jedoch konnte er zum Ende der Saison nur noch von der Bank zusehen. Eine Knieverletzung, die ihm auch in der darauffolgenden Saison zu schaffen machte, zwang ihn zur Pause.

In der folgenden Saison kam er nur noch zu fünf Kurzeinsätzen. Sein Vertrag wurde nicht verlängert. Najeh Braham oder auch „Natsch“, wie er von vielen Fans geschrieben und genannt wurde, beendete seine aktive Profi-Laufbahn direkt nach dieser Saison.

Neue Karriere, alte Gewohnheiten

Im Jahr 2014 kehrte Natsch zurück auf die Fußballbühne. Diesmal nicht als Spieler sondern als Trainer. Er wurde Coach bei seinem ersten deutschen Verein, dem Oberligisten SC Göttingen 05. Nach 11 Spieltagen und lediglich einem Sieg wurde er jedoch im Oktober 2014 wieder gekündigt. Auch hier funktionierte es unter anderem wegen Brahams emotionaler Art nicht. In seiner Zügellosigkeit soll Spieler beleidigt haben, die deswegen sogar den Verein verlassen haben.

Im Moment ist Najeh Braham weiter vereinslos. Man kann sich jedoch sicher sein, dass er irgendwann wieder in die Öffentlichkeit tritt und mit seiner herzlichen Art, aber auch seiner provokanten Weise, Erfolg haben wird. Es wäre ihm jedenfalls zu wünschen. In diesem Sinne „Kämpen bis Tod“.

elbsport.com / Felix Einecke

Bild: DerGr33ny (youtube)

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