Webers zweite Chance

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Robert Weber ist der Star beim SC Magdeburg. Doch mit der SG Flensburg-Handewitt hat er noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr wurde er zur tragischen Figur, als er als eigentlich sicherster Siebenmeterschütze im entscheidenden Moment verwarf. Nun könnte ihm mit seiner Mannschaft die Revanche glücken.

Es lief die letzte Minute in dem Pokalhalbfinale zwischen dem SC Magdeburg und dem Bergischen HC, als Robert Weber zum Siebenmeterpunkt antrat. Marko Bezjak war von Moritz Klein gefoult geworden, nun hatte Weber die Chance, eine 30:29-Führung herzustellen und möglicherweise den entscheidenden Treffer zum Finaleinzug zu erzielen.

Robert Weber trat an, schaute sich BHC-Torwart Björgvin Pall Gustavsson einen Moment lang an, warf und scheiterte. Es war dieser eine Moment, in dem die Menschen in der einen Ecke des Hamburger Stadions, die grün-rot gekleideten SCM-Fans, in sich zusammenzuckten und dachten: Bitte nicht schon wieder. Bitte, bitte.

Es hätte sehr gut der Moment sein können, in dem sich der SC Magdeburg aus Hamburg verabschiedet, der Moment, in dem auch die Chance auf den letzten Titel der Mannschaft von Bennet Wiegert verschwindet , die zwar phasenweise wie ein europäischer Topklub spielt, dann aber auch wieder ein mittelmäßiger Bundesligaverein. Doch es kam nicht dazu. Auf der Gegenseite setzte Arnor Gunnarsson den Ball an den Pfosten vorbei, es ging in die Verlängerung, und am Ende setzte sich Magdeburg doch noch mit 36:33 durch.

Webers Zukunft beim SCM unsicher

Es könnte so etwas wie die ausgleichende Gerechtigkeit sein, dass Webers Fauxpas letztendlich folgenlos blieb. Im vergangenen Jahr hatte Weber im Final Four herausragende Leistungen gezeigt, zahlreiche Siebenmeter ohne Probleme verwandelt doch dann, ausgerechnet im Siebenmeterschießen, verwarf er als einziger Spieler seiner Mannschaft. Nach seinem Fehlwurf ließ er sich zu Boden fallen, legte die Hände über den Kopf. „Es ging mir letztes Jahr eine Woche schlecht wegen diesem Siebenmeter“, erzählt Weber heute. „Aber ich habe das abgeschüttelt. Ich werfe gerne Siebenmeter, wenn’s nicht hinhaut, kann das gerne jemand anders machen. Jetzt bin ich erstmal einfach froh, dass wir das Finale erreicht haben“.

Robert Weber ist der entscheidende Mann beim SC Magdeburg, auch in dieser Saison, das ist keine Frage. An ihm liegt es, die Offensive am laufen zu halten, mit seinen Schnellangriffen leichte Tore zu erzielen. Er ist der Star beim SCM und ist wohl auch nicht ganz glücklich darüber, wie es in der Liga in dieser Saison gelaufen ist. Auch seine Zukunft in Magdeburg scheint ungewiss. Der SCM habe es versäumt, mit ihm in der vergangenen Saison vertraglich alles klar zu machen, sagte er vor zwei Wochen gegenüber laola.tv.

Doch gerade ein Titel würde ihm und der Mannschaft und den Fans enorm gut tun, um die Saison mit einem großen Erfolgserlebnis abzuschließen. Und wenn das mit einem entscheidenden Siebenmeter klappt, der dieses Mal auch reingeht, dann umso besser.

elbsport.com / Mattis Nothacker

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