„Wir haben die Hermann-Gieseler-Halle zu einer Festung gemacht“

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Philip Ambrosius gilt als größtes Towarttalent beim SC Magdeburg. Im Spiel gegen Hildesheim verletzte er sich am Oberschenkel und ist seither in der Reha. Wir haben mit dem 22-Jährigen über die Hermann-Gieseler-Halle, den Perspektivkader und natürlich seine Verletzung gesprochen.

 

Diese Saison hat der SCM acht Perspektivspieler nominiert, du bist einer davon. Kann eine Nominierung wichtig für die spätere Zukunft sein, um in der 1.Bundesliga  spielen zu können?

Den Perspektivkader hat man schon 2014 benannt. Zielsetzung war es, aus diesem Kader so viele wie möglich an die Bundesliga heranzuführen. Dabei geht es um körperliche und spielerische Elemente. Dieses Niveau sollte auch in der Bundesliga gebracht werden. Schafft man es an dieses Niveau heranzukommen, ist der Sprung in die Bundesliga immer möglich. Dazu gehören viel Ehrgeiz und gute Trainer. Gute Trainer haben wir, gerade in Bezug auf Magdeburg, auf jeden Fall. Die Grundlagen dafür sind gegeben, wie z.B. beste Trainingsmöglichkeiten.

Das macht dann letztendlich auch das Gesamtpaket aus.

Dein Vertrag läuft nach dieser Saison aus. Könntest Du dir vorstellen, z.B. für zwei Jahre in einem anderen Verein zu spielen, um Spielpraxis sammeln zu können?

Was nach Juni 2016 passieren wird, wird sich zeigen. Ich persönlich möchte mich noch gar nicht dazu äußern, wohin es gehen könnte, ob in Magdeburg oder in einem anderen Verein. Auf alle Fälle habe ich hart daran gearbeitet und möchte noch viel lernen. Dabei haben mir besonders Benno und Tomas geholfen.

Die Perspektiven ergeben sich mit der Zeit. Man muss alles wahrnehmen und sich jedes Angebot anhören, bevor man einen neuen Weg einschlägt.

Wie groß ist der Unterschied zwischen dem SCM – Training und einem Training bei den YoungsterS?

Der Unterschied zwischen der 1. und der 2. Mannschaft liegt an den  Niveauunterschieden. Zum einen am Physischen und zum anderen vielleicht auch an der Professionalität. Das lernt man alles mit der Zeit. Da, denke ich, war gerade die Zeit in Magdeburg hilfreich. Zum Unterschied der 1. und der 2. Mannschaft ist für mich als Torhüter, die Geschwindigkeit entscheidend, wie z.B. schnelle Bälle, ein schnelles Spiel und die guten Schützen.

Wenn Du das Stichwort Hermann-Gieseler-Halle (HGH) hörst, was verbindest Du so allgemein damit?

Die HGH ist natürlich die Heimspielstätte der ganzen Jugend. Tradition, alt, Atmosphäre. 3 Dinge, die die Halle gut beschreiben. Mir persönlich ist sie am liebsten. Sehr familiär ist es bei den Spielen der Youngsters. Wir haben sie auch zu einer Festung gemacht. Wir haben seit zwei Jahren keinen Punkt dort abgegeben.

Du selber spielst in der HGH und hast dort einiges schon erlebt. Was waren Deine persönlichen Highlights in der HGH?

Ein besonderes Highlight war das Spiel gegen Kiel vor ein paar Jahren.

Derbys und natürlich das letzte Spiel in der letzten Saison gegen Burgdorf zählen zu meinen persönlichen Highlights.

Wie bereitest Du dich auf ein anstehendes Spiel vor? Hast Du bestimmte Rituale?

Zwei Stunden vor dem Spiel liegt der Fokus voll auf dem Spiel. Vorher versuche ich mich abzulenken. Ich mache noch ein letztes Mal eine Vorbereitung zu den gegnerischen Spielern.

Am 23.10.2015 verletztest Du dich beim Spiel gegen Eintracht Hildesheim. Würdest Du dazu ein letztes Statement geben?

Ich denke, dass der Zeitpunkt der Verletzung äußerst ungünstig war. Aber wann ist er schon günstig. Ich habe mich gut gefühlt. Körperlich wie psychisch. Ich war im Kopf klar, trotz meiner Bachelorarbeit in Maschinenbau, die ich zurzeit schreibe. Auch das Handballtraining war gut und intensiv. Wenn man gut trainiert, läuft es meistens auch im Spiel.

Ärgerlich ist es schon, aber nun werde ich natürlich alles versuchen, um so schnell wie möglich wieder zurückzukommen.

elbsport.com / Saskia Nowack, Franziska Gora

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