Zu Gast bei der schwäbischen Wundertüte

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Auf den 1.FC Magdeburg wartet mit der SG Sonnenhof Großaspach der nächste Härtetest in Liga 3. Die Schwaben sind trotz der überraschenden 3:1 Niederlage gegen Kiel weiterhin auf Platz 3 der Tabelle. Diese Platzierung ist eine der vielen Überraschungen, die man rund um die SG aus dem Rems-Murr-Kreis finden kann. 

Die SG Sonnenhof Großaspach ist trotz Profifußball nur die Nummer Zwei im Dorf. Dabei hat die Gemeinde Aspach, samt ihren knapp 8.000 Einwohnern, wenig mit Weltruhm zu tun. Doch so äquivalent der Erfolg der beiden Export-Schlager der Gemeinde ist, bedienen sie im Großen und Ganzen grundverschiedene Zielgruppen. Die SG füllt das Stadion mit Fußball und im Schnitt 2.000 Zuschauern. Bei der anderen Protagonistin ist die Mechatronik Arena immer ausverkauft. Bekannteste Einwohnerin der Gemeinde Aspach ist nämlich eine Sängerin. Jene Schlagersängerin hat mit über 440.000 Fans 44-mal mehr Unterstützer als ihr Fußballteam (mit circa 11.200 Facebook-Supporter). Heißt es da für die SG “Einmal Himmel und zurück?”. Nicht ganz Frau Andrea Berg – übrigens die Ehefrau von Ulrich Ferber, Mitgründer der SG Sonnenhof-Großaspach. Die SG ist “Gekommen um zu bleiben”.

Weg vom Schlager und hin zum Sportlichen: Die SG94 steht mit 27 Punkten auf Platz 3 der Liga. Überraschende Trendwende für die Schwaben, da sie ihre erste Saison im Profigeschäft lediglich auf Platz 15 abgeschlossen haben. Aktuell läuft es besser für die Spieler von Trainer Rüdiger Rehm. Nach 16 Spielen ist die Leistung der Schwaben ansehnlich. 7 Siege, 6 Remis und nur 3 Niederlagen. Am letzten Spieltag gab es eben jene dritte Niederlage in Kiel. Kiels Rafael Czichos war zu viel für die SG und erzielte gleich vier Treffer. Drei Mal traf er ins gegnerische und kurioserweise auch einmal ins eigene Tor. Dennoch steht die SG Sonnenhof-Großaspach mit 27 Punkten vor dem 1.FCM, der bis dato 24 Punkte sammeln konnte.

Beide Teams mit positiven Ergebnissen in der Länderspielpause

In der Länderspielpause erspielten beide Vereine souveräne Siege. Der 1.FCM konnte sich mühelos mit acht Toren in Piesteritz durchsetzten. Auch die Schwaben spielten groß auf und schlugen Zweitligisten Spvgg Greuther Fürth. Der Endstand von 4:0 ist zwar ansehnlich, allerdings trat die Spielvereinigung nicht in Bestbesetzung auf. Dennoch ein Ausrufezeichen der SG, die sich nach dem Ausrutscher gegen Kiel zuhause wieder besser präsentieren will.

Das Duell der Überraschungsteams

Niemand hätte vor der Saison damit gerechnet, dass am 17.Spieltag das Spiel in Aspach ein Kracher an der Tabellenspitze werden würde. Die Magdeburger spielen routiniert und nicht wie ein Aufsteiger. Die SG94 spielt dank dem Dreigestirn Breier (RS), Rühle (LS) und Rizzi (ZM) oben mit. Breier, der zur neuen Saison nach der Leihe von den Stuttgartern Amateuren fest verpflichtet wurde, spielt besser denn je. Mit 7 Toren und 3 Vorlagen ist der Rechtsaußen gefährlichste Waffe im 4-4-2. Sein Sturmpartner auf der linken Seite kam ebenfalls aus Stuttgart. Der Ex-Kickers-Spieler Rühle, der beim großen SSV Ulm ausgebildet wurde, ist mit 5 Toren und 6 Assists kongenialer Partner von Breier. Wehrmutstrofen für die Gastgeber aus dem Süden ist die Verletzung von Linksverteidiger Josip Landeka. Der 28-jährige Kroate, der seine erfolgreichste Zeit beim Chemnitzer FC hatte, ist Anker der Verteidigung, fällt aber wegen einer Schulterverletzung für unbekannte Zeit aus.

Den FCM plagen derweil große Verletzungssorgen. Neben den Langzeitverletzten Michel Niemeyer, Lukas Novy, Felix Schiller und Ryan Malone fehlen Trainer Jens Härtel nun auch noch Lars Fuchs (Fuß, Harriss im Knochen) und Jan Löhmannsröben (Milzprobleme). Nach dem tollen Sieg gegen Münster will Magdeburg im Duell gegen den Tabellennachbarn wieder Punkte. Die Gastgeber aus Schwaben sind in Reichweite und mit einem 3:0-Sieg aufgrund des Torverhältnisses zu überholen. Die legendäre erste Saison des FCM geht in den nächsten Spieltag.

elbsport.com / Johannes Sill

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