Zurück auf die Siegerstraße?

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Nach zwei ärgerlichen Punkteteilungen gegen die Reserve von Werder Bremen und in Überzahl gegen den Chemnitzer FC erwartet der 1. FC Magdeburg am Samstag um 14 Uhr Fortuna Köln.  Jens Härtel rechnet dabei nicht mit einer einfachen Aufgabe und erklärt, warum es wenig zu sagen hat, dass die Rheinländer trotz Tabellenposition sieben die auf dem Papier schlechteste Defensive der Liga haben.

43 Mal klingelte es bisher im Kasten des SC Fortuna. Nur die beiden Teams aus Stuttgart, die auf den letzten beiden Tabellenplätzen aufzufinden sind, haben in dieser Hinsicht mit 40 und 41 Gegentoren eine “4” vorne stehen. Allerdings glaubt Jens Härtel nicht, dass sich das auf die Partie am Samstag auswirken wird, denn viele der Gegentore seien bei höheren Niederlagen am Anfang der Saison zustande gekommen und: “In den letzten 12 Spielen haben sie 14 Gegentore bekommen, das ist ein normaler Wert.” Insgesamt rechnet der Coach mit einer schweren Aufgabe für seine seit sieben Spielen ungeschlagene Mannschaft, denn der Gegner sei vor allem sehr unangenehm zu bespielen: “Köln ist eine Mannschaft, die eine absolute Qualität hat – ob das jetzt im Umschalten ist oder im Spiel in engen Räumen – die aber auch sehr knorrig, unangenehm und körperbetont Fußball spielt.”

Nach der Niederlage im Hinspiel (“Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen”), möchte man vor heimischer Kulisse natürlich gerne punkten. 13.000 Karten wurden bisher verkauft. Es ist also wieder davon auszugehen, dass das “Heinz-Krügel-Stadion” zum Hexenkessel wird, weshalb Härtel bei der Pressekonferenz explizit hervorhebt, dass die Gäste so eine Atmosphäre nicht gewohnt sind. Das soll helfen gegen das Team von Trainer Uwe Koschinat, das vor der Niederlage gegen Kiel am vergangenen Wochenende fünf Spiele ohne Niederlage blieb und davon sogar vier Partien gewann, wenn auch teils gegen Abstiegskandidaten wie Hansa Rostock oder die Stuttgarter Kickers. Nichtsdestotrotz wird davon auszugehen sein, dass der Tabellensiebte, der unter anderem auf Abwehrspieler Markus Pazurek (Kreuzbandriss) und Mittelfelspieler Kristoffer Andersen (Gelbsperre) verzichten muss, sich nicht verstecken wird, hat der ehemalige Bundesligist (1973/74) doch mit 39 Treffern nach Dresden (47) und Großaspach (44) sowie vor Kiel (35) den drittbesten Angriff der Liga. Hierfür zeichnet sich vor allem Stürmer Marco Königs verantwortlich, der in dieser Spielzeit bereits 13 Mal ins Schwarze traf, darunter drei Treffer in den letzten drei Partien.

Auf Magdeburger Seite muss Jens Härtel weiterhin auf die Verteidiger Felix Schiller (Achillessehnenanriss aus dem Hinspiel), André Hainault (Innenbandriss) und Ryan Malone (Innenbandanriss) verzichten. Torhüter Jan Glinker und Flügelspieler Ahmed Waseem Razeek sollen trotz Magen-Darm-Grippe unter der Woche allerdings spielbereit sein, genau wie Sebastian Ernst, der auf dem Weg zum Training einen Autounfall hatte, bei dem nach Angaben Härtels bei der PK ein anderer Verkehrsteilnehmer dem Derbyhelden hinten drauf gefahren sei. Ernst habe sich jedoch nicht verletzt und mit Ausnahme seiner Verspätung ganz normal trainieren können. Insgesamt ließ der Trainer sich bei der Pressekonferenz in Sachen Aufstellung aber nicht in die Karten schauen. Nach zuletzt drei Mal der selben Startformation in Serie seien Veränderungen diesmal möglich, ließ Härtel verlauten, dies gelte auch für ein Startelfcomeback von Nico Hammann.

elbsport.com/Martin Leckelt

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