Zwei Vergleiche, zwei Niederlagen

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sliderDer SC Magdeburg verliert nach der Niederlage im Hinspiel auch das Rückrundenduell gegen den SC DHfK Leipzig. Pfiffe und viele leere Plätze schon vor dem Ende des Ost-Derbys sind das Spiegelbild eines Abends, an dem für die Grün-Roten nichts zu holen war.

Jens Vortmann, Torhüter des SC DHfK Leipzig, wird so einigen Magdeburger Akteuren eine schlaflose Nacht bereitet haben. Mit exzellenten Paraden brachte er den SCM-Angriff ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Nicht zuletzt drei gehaltene Siebenmeter-Strafwürfe trugen maßgeblich zum Sieg des Außenseiters bei.

Bereits vor dem Anpfiff brodelte es in der nahezu ausverkauften GETEC-Arena. Zahlreiche mitgereiste Leipziger Anhänger sorgten zusammen mit den SCM-Fans für eine phantastische Stimmung. Auch auf dem Spielfeld sollte es ordentlich zur Sache gehen. So verteidigten beide Mannschaften ab der ersten Sekunde mit vollem Körpereinsatz. Die Konsequenz: Nach erst vier Minuten erzielte Nemanja Zelenovic das 1:0 für die Hausherren. In der Folge konnten sich jedoch die Gäste auf zwei bis drei Treffer absetzen, führten kurz vor Ende der ersten Hälfte gar mit acht Toren. Der Grund hierfür war schnell ausgemacht: Zum einen der besagte Jens Vortmann, zum anderen harmlose Magdeburger Abschlüsse, die zum Teil am Tor vorbeigingen. Daran konnte auch Rückraumspieler Jens Schöngarth nichts ändern, der in der 25. Spielminute sein Debüt für den neuen Arbeitgeber feiern durfte. Zur Halbzeit konnten die Magdeburger dennoch auf 12:17 verkürzen, was Hoffnung für den zweiten Durchgang geben sollte.

In diesem ließen die Leipziger allerdings nichts mehr anbrennen. Mit einer kontinuierlichen Fünf-Tore-Führung behielten sie alle Trümpfe in ihrer Hand. Mit Robert Weber und Yves Grafenhorst konnten die Magdeburger zwar einige Tore über die beiden Außenpositionen erzielen, DHfK-Kreisläufer Benjamin Meschke hatte allerdings zumeist prompt eine Antwort parat und stellte den alten Vorsprung her. In der 53. Spielminute wurde Alen Milosevic nach seiner dritten Zeitstrafe disqualifiziert. Das sollte den DHfK aus Leipzig, der am Ende verdient mit 28:31 gewinnt, allerdings nicht mehr großartig stören.

„Sicherlich kann man nicht davon ausgehen, dass man in Magdeburg zwei Punkte holt“, zeigt sich DHfK-Coach Christian Prokop zufrieden. „Von daher war ich glücklich, dass wir mit einer sehr souveränen Leistung hier in meinen Augen eine Sensation aus unserer Sicht erreich haben“. SCM-Trainer Bennet Wiegert war hingegen enttäuscht: „Ich glaube, ich muss kein Hehl daraus machen, dass wir sehr sehr sehr enttäuscht sind aufgrund unseres Auftritts heute. Ich kann mich dafür nur bei jedem einzigen der hier in der Halle war entschuldigen“, so Wiegert, der dennoch positiv nach vorne blickt. „Ich habe den Jungs gerade gesagt, das tut weh, das wird auch morgen noch wehtun und übermorgen noch wehtun. Wir müssen aber weitermachen”.

elbsport.com / Felix Balß

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